Förderkreis Christenberg

Neues Buch über die Frühgeschichte der Region

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Antje Coburger vom Förderkreis Christenberg hofft, dass das reich bebilderte Buch viele wandertouristische Besucher des Burgwaldes zu einer intensiven Beschäftigung mit Geschichte anregen wird.

Burgwald. Der Christenberg ist nicht nur einer der landschaftlich reizvollsten Punkte des Burgwaldes, sondern er birgt einmalige historische Schätze, die von mehreren Besiedlungsphasen teilweise weit aus der Zeit vor Christi Geburt berichten.

Die Faszination des Ortes "Kesterburg" und seiner Geschichte für Besucher aufzubereiten, gelingt einem neuen Buch, das der Förderkreis Christenberg jetzt herausgegeben und der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Unter dem Titel "Kelten und Franken auf dem Christenberg" haben Armin Weber und Walter Holzapfel ein reich bebildertes Werk zusammengestellt, das die Geschichte des Christenbergs weit in die Vorgeschichte des Hessenlandes einbettet, von der Eisenzeit, vom Fernhandel und von "Fürstensitzen" berichtet und dann ausführlich den Aufenthalt der Kelten auf dem Christenberg um 420 v. Chr. schildert.

Dies wird durch zahlreiche Funde, die teilweise in Nachbildungen auch heute noch im Museum Küsterhaus auf dem Christenberg zu sehen sind, dokumentiert. Dazu gibt es viele Querverweise auf andere museal aufbereitete Kelten-Stätten in Hessen und der Bundesrepublik.

Um 700 n. Chr. errichteten die Franken auf dem vier Hektar großen Gelände im Burgwald eine neue, große Befestigung, die strategisch günstig nur einen oder zwei Tagesritte vom Siedlungsraum der Sachsen nördlich der Diemel entfernt lag. Armin Weber liefert auch dazu einen umfassenden historischen Hintergrund mit der fränkischen Geschichte bis zum Beginn des 8. Jahrhunderts, sodass es Lesern und Besuchern des Christenbergs leicht fallen wird, den Zugang zu seinen bei Ausgrabungen in den 1960er-Jahren gefundenen Mauer- und Gebäuderesten sowie den vielen erhalten gebliebenen archäologischen Kostbarkeiten zu finden.

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Von Karl-Hermann Völker

Quelle: HNA

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