Fragen und Antworten zur Wahl des ehrenamtlichen Bürgermeisters in Bromskirchen

Am Sonntag einziger Kandidat: Karl-Friedrich Frese.

Bromskirchen. Der 3. Juli wird ein historischer Tag für Bromskirchen – ja sogar für den Landkreis. Als erste Gemeinde in Waldeck-Frankenberg wählt Bromskirchen am Sonntag zum ersten Mal seit der Gebietsreform wieder einen ehrenamtlichen Bürgermeister. Einziger Kandidat ist Karl-Friedrich Frese (CDU), der das Amt seit 24 Jahren hauptamtlich ausübt.

Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu dieser besonderen Wahl.

Wieso darf Bromskirchen überhaupt einen ehrenamtlichen Bürgermeister wählen und damit seinen hauptamtlichen aufgeben? 

Eine Entscheidung des Hessischen Landtags aus dem vergangenen Dezember erlaubt es Städten und Gemeinden in Hessen mit weniger als 5000 Einwohnern, von einem ehrenamtlichen Bürgermeister verwaltet zu werden. Diese Änderung in der Hessischen Gemeindeordnung ist zum 1. Januar 2016 in Kraft getreten. Will eine Kommune von der Möglichkeit eines ehrenamtlichen Bürgermeisters Gebrauch machen, muss sie ihre Hauptsatzung entsprechend ändern. Die Bromskircher Gemeindevertretung hatte dies für Bromskirchen am 3. Februar einstimmig beschlossen. Die Gemeinde hat rund 1860 Einwohner.

Welche Rolle spielte die Verwaltungsgemeinschaft Bromskirchen-Allendorf bei dieser Entscheidung?

„Wenn wir die Verwaltungsgemeinschaft weiterentwickeln wollen, ist es zwingend erforderlich, aus zwei hauptamtlichen Bürgermeistern einen zu machen“, sagt Bromskirchens noch hauptamtlicher Bürgermeister Karl-Friedrich Frese. „Ohne die Verwaltungsgemeinschaft wäre das nicht so gekommen.“

Das bedeutet nun: Karl-Friedrich Frese, in Bromskirchen seit 24 Jahren Bürgermeister, gibt das Amt zum Jahresende ab und würde es – sollte er am Sonntag gewählt werden – ab dem 1. Januar 2017 ehrenamtlich weiterführen. Sein Kollege Claus Junghenn bleibt hauptamtlicher Bürgermeister in Allendorf.

Worin unterscheiden sich die Befugnisse und Aufgaben eines ehrenamtlichen Bürgermeisters von denen eines hauptamtlichen?

„Die Kompetenzen sind in keiner Weise anders“, sagt Karl-Friedrich Frese. Er habe als Ehrenamtlicher die gleichen Rechte und Pflichten wie bisher als Hauptamtlicher. Das heißt: Der ehrenamtliche Bürgermeister ist ebenfalls Chef des Personals der Gemeindeverwaltung und des Bauhofs, er bleibt Vorsitzender des Gemeindevorstands und bereitet Beschlüsse der Gemeindevertretung vor und führt sie aus. „Nur in der zweiten Ebene werde ich in der Verwaltung nicht mehr alles persönlich machen.“

Ob der Allendorfer Bürgermeister Aufgaben in Bromskirchen übernimmt und was sich in der Bezahlung ändert, lesen Sie neben weiteren Aspekten wie eine mögliche Fusion von Allendorf und Bromskirchen in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

Mehr zum Thema

Kommentare