Nach Äußerungen über Brandschutz

Frankenauer Feuerwehrleute reagieren auf Kritik aus Battenberg

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Stadtbrandinspektor Oliver Nolte, der Dainroder Wehrführer Alexander Küster, der Allendorfer Ortsvorsteher Dirk Michel und Wehrführer Mario Seitz wehren sich gegen Äußerungen des stellvertretenden Stadtbrandinspektors aus Battenberg, Dirk Schneider. Er hatte gesagt, der Brandschutz in Frankenau sei „streng genommen nicht gewährleistet“.Foto: Mark Adel

Frankenau/Battenberg - Wie steht der Battenberger Bürgermeisterkandidat Dieter Kocab zum Zusammenschluss von Feuerwehren? Diese Frage hatte der stellvertretende Stadtbrandinspektor Dirk Schneider beim Wahlforum der FZ gestellt. Als Negativbeispiel nannte er die geplante Fusion der Einsatzabteilungen von Dainrode und Allendorf.

Schneider hatte die Frankenauer Feuerwehren als Negativbeispiel für eine Fusion gesehen. Er fragte Bürgermeisterkandidat Dieter Kocab nach dessen Haltung zur Fusion. Kocab erklärte, aufgrund der räumlichen Nähe von Berghofen und Battenberg müsse darüber nachgedacht werden, „enger zusammenzurücken und nur noch ein Einsatzfahrzeug, dafür mit besserer Ausstattung zu kaufen“. Als Beispiel nannte Kocab die Wehren aus Allendorf und Dainrode.

Laut Dirk Schneider seien die Wehren fusioniert, „weil nicht genug Personal vorhanden war“. Das Ergebnis der Zusammenlegung sei, dass die „Besetzung bescheiden ist, auch bei der Ausbildung“. Es gebe „gerade mal vier Personen, die unter Atemschutz in den Einsatz dürfen“, sagte Schneider.

Die Feuerwehrleute in den beiden Frankenauer Stadtteilen können diese Äußerung nicht nachvollziehen. „Wer sowas sagt, sollte sich vorher bei verlässlichen Quellen informieren“, sagte der Frankenauer Stadtbrandinspektor Oliver Nolte der FZ. Er betonte zugleich, dass bislang beide Einsatzabteilungen nicht fusioniert sind: „Wir üben zusammen und werden gemeinsam alarmiert.“

Die Fusion solle vollzogen werden, wenn die Frage der gemeinsamen Unterkunft geklärt ist. Ziel ist nämlich ein Feuerwehrhaus für beide Dörfer. Ob ein bestehendes Gerätehaus genutzt oder ein anderes Gebäude in einem der Dörfer umgebaut wird, sei aber offen. „Wir sind in der Findungsphase“, sagte Mario Seitz.

Für einen Zusammenschluss haben sich die Feuerwehrvereine und auch die Aktiven bereits ausgesprochen - einstimmig, betonen die Wehrführer aus Allendorf und Dainrode, Mario Seitz und Alexander Küster. Und auch die Ortsbeiräte favorisieren die Idee. „Der Rückhalt in der Bevölkerung ist groß“, sagt der Allendorfer Ortsvorsteher Dirk Michel. Das sehe man unter anderem an einer hohen Spendenbereitschaft, mit der viele Investionen ermöglicht worden waren. „Daran sieht man, dass sich die Leute mit den Wehren identifizieren.“

Niemand habe wegen der geplanten Fusion den Dienst quittiert, sagen die Feuerwehr-Verantwortlichen. „Kein einziger hat aufgehört“, sagte Nolte. „Im Gegenteil, die Übungsbeteiligung ist sogar besser geworden“, sagt Alexander Küster. Bereits vollzogen wurde die Fusion der Einsatzabteilungen in Louisendorf und Ellershausen, auch das sei positiv verlaufen, berichtete Oliver Nolte.

Nach Angaben von Mario Seitz hat allein Allendorf derzeit acht Atemschutzgeräteträger. Nach Ansicht der Feuerwehrleute ist allerdings wichtig, dass eine Fusion „von unten“ angestoßen und nicht auferlegt wird. „Es ist ärgerlich, dass Feuerwehrkameraden solche Behauptungen aufstellen“, sagte Nolte in Richtung Battenberg. (da)

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