Frankenauer Stadtteil Allendorf bald mit Zusatz Hardtberg

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Noch fehlt der Zusatz „Hardtberg“ auf dem Ortseingangsschild: Stadtrat Ortwin Bauch (2. von links), Bürgermeister Björn Brede (rechts) und Ortsvorsteher Dirk Michel (3. von rechts) sowie die Ortsbeiratsmitglieder (von links) Klaus Krähling, Mario Seitz und Ralf Heinrichs blicken der bevorstehenden Umbenennung von Allendorf freudig entgegen.

Frankenau. Der Frankenauer Stadtteil soll offiziell Allendorf-Hardtberg heißen und nicht mehr bloß Allendorf bei Frankenau, wie es noch auf Straßenschildern zu lesen ist.

Der Ortsbeirat des Dorfes, das am Hardtberg liegt, hatte dazu einen Antrag gestellt, das Stadtparlament wird darüber nächste Woche entscheiden.

Immer mal wieder haben sich in den vergangenen Jahren Auto- oder LKW-Fahrer in den Frankenauer Stadtteil verirrt, die eigentlich zur Firma Viessmann nach Allendorf-Eder wollten. Wenn am kommenden Mittwoch in der Frankenauer Parlamentssitzung alles nach Plan läuft, werden solche Irrfahrten ab dem 1. Januar 2016 seltener werden.

Die Stadtverordneten stimmen über den Antrag des Ortsbeirates Allendorf ab, der die Umbenennung des Stadtteils „Allendorf bei Frankenau" in „Allendorf/Hardtberg" fordert.

Es gilt als sicher, dass die Parlamentarier diesem Wunsch nachkommen - eine einstimmige Befürwortung des Antrags hat es in der Ausschusssitzung bereits gegeben. Nach dem erwarteten positiven Parlamentsbeschluss würde der Ort „Allendorf/Hardtberg“ ab dem kommenden Jahr unter dieser Bezeichnung auf jeder neuen Landkarte und in jedem neuen Navigationsgerät zu finden sein.

„Es gibt in Deutschland 16 Orte, die Allendorf heißen. Davon alleine zwei im Landkreis Waldeck-Frankenberg“, schreibt der Ortsbeirat in seinem Antrag. Durch die Namensgleichheit sei es schon immer üblich und auch notwendig gewesen, die Orte durch Namenszusätze zu unterscheiden. Die Bürger im Frankenauer Stadtteil Allendorf hätten ihr Dorf schon immer mit dem Namenszusatz „Hardtberg“ bezeichnet. Der Begriff leite sich aus der Lage des Dorfes am Hardtberg ab.

Der Ortsname „Allendorf/Hardtberg“ gehöre schon längst zum täglichen Sprachgebrauch der Einheimischen. „Er wird seit jeher für die Bezeichnung der drei Vereine verwendet und ist in deren Wappen aufgeführt“, schreibt der Ortsbeirat. Ortsvorsteher Dirk Michel berichtet, dass es im Dorf auch eine Unterschriftenaktion gegeben habe. Dabei hätten sich 90 Prozent, genauer gesagt 130 der 145 wahlberechtigten Bürger, für die Umbenennung ausgesprochen. „Der Wunsch zur Umbenennung kam einst auch aus dem Dorf, und der Ortsbeirat hatte ihn aufgegriffen“, so Michel. Die Legitimation durch die Bevölkerung war dem Ortsbeirat wichtig, wenngleich sie nicht notwendig gewesen wäre. Es liegt in der Verantwortung des Stadtparlaments, die Änderung eines Stadtteilnamens zu beschließen.

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Quelle: HNA

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