20-jähriges Bestehen

Türkisch-Deutscher Verein gedachte Opfern des Grubenunglücks

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Türkisch-Deutscher Verein: (von links) Herbert Keim, Hasan Yavuz, Turguta Sarac und Kubilay Sarac vor der Stellwand mit der HNA-Serie zum Vereinsjubiläum.

Frankenberg. Türkische Köfte also Lammhackbällchen und deutsches Kuchenbüfett: Beim Fest zum 20-jährigen Bestehen des Türkisch-Deutschen Vereins in Frankenberg war für jeden Geschmack etwas dabei.

Zu der Feier begrüßte Manfred Berger vom Vorstandsteam 130 Mitglieder und Gäste in der Frankenberger Ederberglandhalle. Aufgrund des verheerenden Grubenunglücks mit über 300 Toten in der vergangenen Woche im türkischen Soma hatten die Organisatoren das Programm allerdings ein wenig abgeändert: Der ursprünglich geplante Auftritt der Bottendorfer Bauchtanzgruppe entfiel. Für musikalische Unterhaltung sorgten Mehmet Yolac an der Tarpezzither und Adil Demirtas mit der Knickhalslaute. Auf ihren Querflöten spielten Tuana und Simay Dasdemir und Enise Citlak.

"Wegen des dramatischen Unglücks in der Türkei feiern wir heute in einer besonderen Situation", erklärte Manfred Berger: Statt der geplanten Tanzmusik kündigte Berger klassische Musik und türkische Volksmusik an. Zudem sollen die Einnahmen aus dem Essenverkauf für die Familien der Opfer des Bergwerkskatastrophe gespendet werden.

Auch der Gründung des Türkisch-Deutschen Vereins vor 20 Jahren sei ein unglückliches Ereignis vorausgegangen, erinnerte Berger. Die fremdenfeindlichen Anschläge in Solingen hätten seinerzeit zur Idee geführt, den Türkisch-Deutschen Verein zu gründen, um die Freundschaften zu fördern.

"Glücklicherweise haben wir seitdem Fortschritte gemacht. Das ist ein Grund zu feiern", sagte der langjährige Vorsitz

ende. Vor allem sollten beim Fest die Gespräche und der Dialog unter den Gästen im Vordergrund stehen.

Von Susanna Battefeld

Wie die Gastredner die Arbeit des Türkisch-Deutschen Vereins würdigten, lesen Sie in der gedruckten Montagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.  

Quelle: HNA

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