Geständnis

26-jähriger erhielt nach Erwerb und Handeln mit Rauschgift Bewährung

Frankenberger Land. Wegen Erwerbs und Handeltreibens mit Marihuana ist ein 26-Jähriger aus dem Frankenberger Land vom Marburger Amtsgericht zu einer Haftstrafe von 18 Monaten verurteilt worden.

Obwohl er die Taten unter laufender Bewährung begangen hatte, wurde die Strafe auf vier Jahre ausgesetzt. Dass es noch einmal für Bewährung reichte, hat der Angeklagte einem späten Geständnis und der Tatsache zu verdanken, dass seit den Taten 2010 bereits eine lange straffreie Zeit vergangen ist.

Gleich zu Beginn der Verhandlung ließ der Mann über seinen Verteidiger einräumen, dreimal kleinere Mengen Marihuana für den Eigenbedarf erworben zu haben.

Den weitaus schwereren Vorwurf bestritt er dagegen vehement: Laut Anklage soll er einem Mann 1200 Euro gegeben haben, damit dieser ihm Drogen besorge, von denen er einen großen Teil gewinnbringend weiterverkaufen wollte. Laut Staatsanwalt Kurt Sippel habe er jedoch weder das Marihuana erhalten noch das Geld zurück bekommen.

Der Dealer sagte als Zeuge, er selbst sei für einen Korbacher Drogenhändler als Kurierfahrer in die Niederlande tätig gewesen. Nachdem er bereits mehrfach an den Angeklagten verkauft habe, habe dieser ihm die Summe gegeben, die er in einem Dorf bei Frankenberg beschafft habe.

In den Niederlanden sei eine große Menge Drogen gekauft worden. Sein „Chef“ habe ihm nach der Rückkehr gesagt, er werde den Teil für den Angeklagten am kommenden Tag übergeben. Das sei aber nicht geschehen. Vielmehr habe er von dem 22-Jährigen, der vor dem Amtsgericht von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machte, einen Tritt erhalten und gesagt bekommen, er kriege nichts.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

Kommentare