Frankenberg: Feuer im Schießstand - 25 000 Euro Schaden

Frankenberg. Zu einem ungewöhnlichen Einsatz wurde die Frankenberger Feuerwehr am späten Montagabend alarmiert. Eine Zeuge hatte gegen 22.25 Uhr beobachtet, dass eine „Hütte“ gegenüber der Burgwaldkaserne in Flammen stand.

Aktualisiert um 15.40 Uhr

Es stellte sich heraus, dass es sich dabei um den gemauerten Kugelfang am Schießstand des Frankenberger Schützenvereins handelt. „Als wir eintrafen, brannte der Kugelfang in voller Ausdehnung“, sagte Wehrführer Stefan Stroß der HNA.

Dichter Rauch erschwerte die Löscharbeiten. Der Einsatzort war außerdem schlecht zugänglich. 17 Feuerwehrleute waren mit vier Fahrzeugen vor Ort und bekämpften die Flammen aus zwei C-Rohren.

„Später haben wir Schaum zugemischt, weil wir an das brennende Holz, teilweise Bahnschwellen, im Kugelfang nicht herankamen“, berichtete Stroß. Drei Trupps waren unter Atemschutz im Einsatz. Erst gegen 1.45 Uhr war der Einsatz beendet.

Erste Vermutungen in Richtung Brandstiftung scheinen sich nicht zu bestätigen. Auf dem Schießstand sei am Montag noch bis etwa 22 Uhr geschossen worden, sagte ein Polizeisprecher am Dienstagnachmittag.

Er schloss nicht aus, dass das Holz im Kugelfang sich einige Zeit später entzündet hat. Deutlich nach oben korrigiert hat die Polizei unterdessen die Schadenshöhe: sie wird nun auf 20 000 bis 25 000 Euro geschätzt.

Grund dafür ist der erhebliche Gebäudeschaden und vor allem die zerstörte Technik. Inzwischen ermittelt die Korbacher Kriminalpolizei. Zur Brandursache wollte sich der Frankenberger Wehrführer Stefan Stroß nicht äußern, gab aber zu bedenken: „Eine Bahnschwelle brennt nicht so leicht.“ (off)

Quelle: HNA

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