Weihnachtshaus

Frankenberg gehen viele Lichter auf

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Für ein paar Sekunden hat Stefan Schmidt das Weihnachtshaus bereits am Dienstag erhellt. Im Tageslicht ließ sich aber nur erahnen, wie es aussieht, wenn das „Weihnachtshaus“ in der Gemündener Straße im Dunkeln erstrahlt.

Frankenberg - "Der Ehrgeiz ist immer wieder da", sagt Stefan Schmidt: Rund sechs Wochen investiert er in die Vorbereitung seiner Weihnachtsbeleuchtung. Mittlerweile hat sich das gemeinschaftliche Einschalten zu einem echten Spektakel entwickelt.

Der erste Adventssonntag ist für viele Weihnachtsliebhaber im Frankenberger Land zu einem festen Termin geworden. In der Gemündener Straße 25 wird dann das „Weihnachtshaus“ der Familien Schmidt und Engelhardt erstmals erleuchtet, wobei das nicht ganz richtig ist: Bereits in den Wochen vor dem ersten Advent schaltet Stefan Schmidt die Beleuchtung an seinem Haus immer wieder mal ein – allerdings nur nachts, wenn es niemand sieht. So testet er, ob alles seinen Vorstellungen entspricht. „Dann mache ich eine Liste, was geändert werden muss“, sagt er.

Mittlerweile seien 99 Prozent der Lampen stromsparende LEDs, berichtet er. Das ließ die Energiekosten in den vergangenen Jahren sinken. Aber nicht nur in Sachen energiesparender Beleuchtung geht Schmidt mit der Zeit: Das Lichterspektakel steuert er mittlerweile mit dem Smartphone.

Was am Sonntag mit wenigen Handgriffen erledigt sein wird, bedurfte allerdings einer wochenlangen Vorbereitung. Drei Wochen seines Jahresurlaubs müsse Schmidt einplanen, damit er alles kontrollieren könne. In seiner Garage hat er die Lichterketten verstaut – „sortiert, so gut es geht“, berichtet er. Ende Oktober beginnt er damit, die Beleuchtung zu kontrollieren, lötet Kabel und tauscht gegebenenfalls kaputte LEDs aus. Rund 1000 Euro investiert er jährlich in neue Beleuchtung.

Am Sonntag soll das Weihnachtshaus dann erstmals für die Öffentlichkeit erstrahlen. Ab 17 Uhr gibt es Glühwein, Kinderpunsch und Bratwurst. Gegen 18 Uhr soll das Licht eingeschaltet werden. Bis zum 1. Januar ist das Haus dann morgens von 7 bis 8 Uhr, montags bis donnerstags von 17 bis 22 Uhr sowie am Wochenende bis 23 Uhr beleuchtet. Neu in diesem Jahr: Der Glühweinverkauf soll auch an den übrigen Wochenenden stattfinden. Die Einnahmen aus dem Verkauf kommen der Frankenberger Tafel zu Gute.

Von Marco Steber

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