Christdemokraten gegen Reaktivierung der Bahnstrecke – Vorstand sieht Probleme für Stadt

Frankenberg-Korbach: CDU sagt Nein

Frankenberg. Die Frankenberger Christdemokraten stehen den Plänen und Diskussionen um eine Reaktivierung der Bahnstrecke von Frankenberg nach Korbach sehr kritisch gegenüber. In einer Mitgliederversammlung forderte Thomas Rampe, der stellvertretende Vorsitzende der Frankenberger CDU, jetzt den CDU-Kreisvorsitzenden Armin Schwarz auf, seinen Einfluss als Landtagsabgeordneter zu nutzen, um eine Reaktivierung zu verhindern: „Regelmäßig durch Frankenberg fahrende Züge bringen nur Probleme für unsere Stadt. Vor allem beim Verkehrsfluss.“

Aber auch die Lärmbelästigung in der Innenstadt und den an den Bahnstrecke anliegenden Stadtteilen würden steigen, meint Thomas Rampe – „möglicherweise durch verstärkt auftretenden Güterverkehr.“

Ähnlich äußerte sich auch der heimische Landtagsabgeordnete Armin Schwarz (Bad Arolsen): Bei einem Investitionsvolumen von 14 Millionen Euro sei eine Reaktivierung höchst kritisch zu bewerten, sagte Schwarz. „Gleichwohl müssen wir politisch über die Wirtschaftlichkeit eines Zuges nachdenken, der lediglich im Zweistundentakt mit einem Schleichtempo von 60 Stundenkilometern fahren wird.“ Die Entscheidung treffe in erster Linie aber der Nordhessische Verkehrsverbund NVV.

„Wir hoffen, dass der neue hessische Verkehrsminister Florian Rentsch (FDP) die Diskussion um die Streckenreaktivierung genauso sieht wie die Frankenberger CDU“, erklärten die Frankenberger CDU-Vorstandsmitglieder Thomas Müller, Thomas Rampe und Pierre Brandenstein. (nh/mjx)

Quelle: HNA

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