Seniorenzentrum Auf der Burg wird für 3 Millionen umgebaut

+
Im Juni soll der Umbau beginnen: Am Altenzentrum „Auf der Burg“ präsentierten (von links) Petra Hegmann, Volker Czerwinski, Klaus Thielemann und Rüdiger Heß die umfangreichen Planungen für ein Drei-Millionen-Projekt. 

Frankenberg. Ab Juni erfährt die Senioreneinrichtung in einer zweijährigen Bauphase eine Modernisierung mit Gesamtkosten von 3,2 Millionen Euro. Wichtigste Verbesserung: Es wird künftig ausschließlich Einzelzimmer geben.

Die Mitglieder der Träger-Stiftung stellten das Umbauprojekt, das behutsam und mit möglichst geringen Beeinträchtigungen für die Bewohner erfolgen soll, jetzt der Presse vor. Klaus Thielemann vom Architekturbüro „Bau-Plan“ erläuterte die Zeichnungen. Diese sehen vor allem den Ausbau der Dachböden teilweise mit neuen Vollgeschossen sowie fünf Hausgemeinschaften mit dreimal 15, einmal 16 und einmal 20 Plätzen vor. Geplant sind ein zweiter Aufzug und in den früheren Aufenthaltsbereichen „großzügige Wohnküchen. Dort findet künftig das Alltagsleben statt“, meinte Volker Czerwinski, Leiter der Einrichtung. Bisher lagen in dem Gebäudekomplex sehr große Durchgangsbereiche ungenutzt brach.

Barrierefreie Badezimmer

Er schilderte auch die weiteren Verbesserungen: Jedes Bad werde barrierefrei und mit ebenerdiger Dusche ausgestattet, drei „Wohlfühl-Bäder“ mit Musik, Licht und Duft sollen die Nutzung insbesondere auch Demenzkranken angenehm machen.

Insgesamt gibt es ein neues Farb- und Lichtkonzept. „Der bisher klassische Speisesaal wird künftig zur Cafeteria mit einem ständigen Angebot“, kündigte Czerwinski an. Es werde auch ein Friseur- und Fußpflegesalon im Haus vorhanden sein.

Die Finanzierung des 3,2-Millionen-Projektes ist gesichert, wie Bürgermeister Rüdiger Heß und Dekanin Petra Hegmann betonten. Ermöglicht werde die Modernisierung durch Zuschüsse des Landes Hessen, die Stiftung Deutsches Hilfswerk und die Diakonie Hessen. Mit zinslosen Darlehen beteiligen sich das Land und die Diakonie Hessen. Hinzu kommen noch Eigenmittel.

In der Nutzung des Altenzentrums „Auf der Burg“ wird es nach der zweijährigen Bauphase personell und vom Platzangebot her kaum Veränderungen geben: Zurzeit bietet das Haus mit seinen teilweise doppelt belegten Zimmern 83 Plätze, nach der neuen Ausstattung mit Einzelzimmern können dort 81 Personen wohnen.

Für den Architekten Klaus Thielemann ist das „Bauen im Bestand und unter Betrieb“, also während die Bewohner weiterhin in der Einrichtung wohnen, eine besondere Herausforderung. Teilbereiche sollen jeweils mit möglichst wenig Geräusch- und Schmutzbelästigung ausgebaut werden, entsprechend in Teilabschnitten werden die Bewohner dann im Haus umziehen.

Von außen wird sich die gegliederte Silhouette des Altenzentrums der Stiftung Hospital St. Elisabeth „Auf der Burg“ im Ensemble mit Liebfrauen- und Hospitalkirche kaum verändern. Aber innen wird alles neu, komfortabler und voll „hoher Wohlfühlqualität“, so die Planer.

Quelle: HNA

Mehr zum Thema

Kommentare