Werbepost an einen Mann, der seit sechs Jahren tot ist

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Unerwünschte Post: Über diesen Brief hat Margareta Kuhn sich im Vergleich zu sonstiger Werbung besonders geärgert. Er war an ihren vor sechs Jahren verstorbenen Mann adressiert.

Somplar. Normalerweise entsorgt Margareta Kuhn Werbepost gleich im Mülleimer. „Aber dieser Brief hat mich richtig umgehauen. So eine Frechheit“, sagt die 72-Jährige aus Somplar.

Um die „Ausgabe der Wert- und Sachpreise der Energie-Umfrage“, an der ihr Mann teilgenommen habe, geht es in dem Schreiben. Es ist an Horst Kuhn adressiert. Doch Margareta Kuhns Mann ist vor über sechs Jahren verstorben. Auf den ersten Blick liest sich der Brief an Herrn Kuhn wie ein wahrer Glücksfall: „Sie sind ein Gewinner“ heißt es da. Angeblich sei seine Antwortkarte ausgelost worden. Welchen Preis er genau gewonnen haben soll, das wird in dem Schreiben nicht deutlich. Genauso schwammig ist der Rest des Briefes formuliert: Der „Gewinner“ sei „für einen Hauptpreis nominiert“. „So eine vollkommen unverbindliche Nominierung spricht dagegen, dass es sich um eine seriöse Sache handelt“, erklärt auch ein Polizeibeamter der Kriminalpolizei Korbach, Abteilung Betrug, auf Anfrage der HNA. „In den Mülleimer schmeißen“ – das sei die einzig richtige Verhaltensweise.

„Das schreit zum Himmel“, sagt Margareta Kuhn. „Den Verfassern müsste man mal das Handwerk legen“, findet sie. Doch das ist leider gar nicht so leicht: „Es ist schwer nachzuvollziehen, wer wirklich dahinter steckt“, heißt es von Seiten der Polizei. Margareta Kuhns Anliegen ist es, andere Menschen, die ähnliche Post erhalten haben, zu warnen. Nur deshalb landete der Brief diesmal nicht gleich im Papierkorb. (nos)

Quelle: HNA

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