Frankenberger Bahnhofsgelände soll attraktiver werden

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So könnte der Bahnhofsvorplatz in Frankenberg einmal aussehen: Die Grafik zeigt einen Blick von der Marburger Straße über den Bahnhofsvorplatz zum historischen Bahnhofsgebäude. Im Bild links ist die Bushaltestelle zu erkennen.

Frankenberg. Die Stadt Frankenberg will den Frankenberger Bahnhof kaufen. Intensive Verhandlungen der Verwaltung mit dem Besitzer des historischen Gebäudes laufen bereits.

„Wir sind mittlerweile so weit, dass wir den Bahnhof kaufen können“, berichtete Bürgermeister Rüdiger Heß in der Parlamentssitzung am Donnerstag in der Ederberglandhalle.

Auf einen Zeitpunkt für den Abschluss des Kaufvertrages wollte sich Heß nicht festlegen. Er will aber einen schnellen Abschluss: „Ich gehe davon aus, dass wir kurze Zeitfenster haben.“

Besitzer des 1889 errichteten Gebäudes ist die Firma Patron Elke S.a.r.l. mit Sitz in Luxemburg. Hinter diesem Unternehmen steckt ein Immobilienfonds, der Bahnhöfe in ganz Deutschland erworben hat und zu steuerlichen Abschreibungszwecken nutzt. Im Frankenberger Bahnhof generiert Patron Elke aber auch Mieteinnahmen.

„Die derzeitigen Mieteinnahmen des Bahnhofsgebäudes reichen bereits aus, um den Kauf des Gebäudes und auch erste Sanierungsarbeiten finanzieren zu können“, sagte Heß am Freitag auf HNA-Nachfrage. Einen möglichen Kaufpreis wollte der Bürgermeister noch nicht nennen.

Die Stadt bemüht sich insbesondere deshalb um den Kauf, weil der Bahnhof zu einem Schandfleck verkommen ist: Gebäude und Areal befinden sich in einem katastrophalen Zustand – dreckig, vergammelt und mit Graffitis beschmiert (HNA berichtete).

Heß beschrieb das Bahnhofsgelände als „Asphaltwüste“ mit ungeordneten Parkplätzen. „Wir müssen den Schwung der Stadtsanierung aufnehmen und wollen auch in der Verlängerung der umgestalteten Bahnhofstraße handeln“, sagte Heß: „Unser Ansinnen ist es, diese Flächen attraktiv zu gestalten.“ (zgm)  

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Quelle: HNA

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