Frankenberg

Frankenberger Bank investiert 2,7 Millionen Euro

- Frankenberg (da). Ein komplett neues „Gesicht“ bekommt die Hauptgeschäftsstelle in der Jahnstraße. Der Umbau beginnt im April und dauert bis zum Jahresende, währenddessen soll der Service aufrechterhalten werden.

Rund 2,7 Millionen Euro kostet die Erweiterung des Stammhauses in der Jahnstraße. Ab 1. April wird gebaut, spätestens im Januar 2011 sollen die Arbeiten beendet sein. In dieser Zeit werden Kunden wie gewohnt bedient und beraten: Ein Teil der Mitarbeiter und der SB-Bereich mit den Automaten ziehen in Container, die auf dem Parkplatz der Bank aufgestellt werden. Beeinträchtigungen für die Kunden gebe es nicht, versprechen die Vorstandsmitglieder Dieter Ohlsen und Ralf Schmitt.

Das Bankgebäude wird zur Jahnstraße hin erweitert, das Haupthaus aus dem Jahr 1989 erhält dadurch ein neues „Gesicht“. Nach der bislang letzten Erweiterung im Jahr 2000 – damals entstand ein Anbau – wurde jetzt der Platz zu knapp. „Wir haben keine Raumreserven mehr“, sagte Ralf Schmitt.

Die Bank sei mit den Umbauplänen bereit für zukünftiges Wachstum, sagte Ohlsen bei der Vorstellung der Pläne. Grund für den Bau seien die in den vergangenen Jahren gestiegene Kundenzahl und das Ziel einer „aktiven Betreuung“. Auch wenn mehr als 30 Prozent über das Internet ihre Kontostände abrufen oder Geld überweisen, sie sieht Dieter Ohlsen die Filialen als „Kern der Kundenbeziehung“, die Menschen bevorzugten persönliche Beratung durch Bankangestellte, die oft persönlich bekannt seien. Deshalb sei in den vergangenen zehn Jahren auch in den Außenstellen investiert worden.

In den Dörfern mit Filialen der Frankenberger Bank bleibe das Angebot trotz der Erweiterung in Frankenberg wie gewohnt erhalten, versprach Ohlsen. Unter anderen entstehen durch die Erweiterung 20 zusätzliche Arbeitsplätze. Das führe zwar nicht zwangsläufig zur gleichen Anzahl an neuen Stellen – in jedem Fall sei die Bank dadurch aber für weiteres Wachstum gerüstet, sagten Schmitt und Ohlsen. Derzeit beschäftigt die Frankenberger Bank an ihrem Stammsitz 40 Mitarbeiter.

Mit der Erweiterung schafft die Bank auch fünf weitere und von den Öffnungszeiten unabhängige Beratungszimmer. Außerdem wird die Schalterhalle vergrößert. Dadurch werden künftig auch Ausstellungen ermöglicht. Auch der SB-Bereich bekommt mehr Platz und zusätzliche Automaten. Ein „völlig neues Gefühl beim Betreten der Bank“ verspricht Dieter Ohlsen den Kunden. Ein Sitzungssaal im ersten Stock soll Platz für bis zu 80 Personen bieten, beispielsweise bei Kundenveranstaltungen. Der bisherige Raum im alten Gebäude der Frankenberger Bank sei zu klein gewesen. Insgesamt entstehen durch den Anbau etwa 620 zusätzliche Quadratmeter. Die oberen Stockwerke können auch über einen neuen Glasaufzug erreicht werden.

Auch optisch soll das Gebäude einiges her machen: „Wir wollen in Frankenbergs neuer Mitte städtebaulich Akzente setzen“, sagt Dieter Ohlsen. Schließlich sei die Filiale auch Image- und Werbeträger. Mit Planung und Ausführung seien überwiegend Betriebe aus der Region beauftragt.

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