Frankenberger Geschäftsfrau Else Hykel verstarb im Alter von 98 Jahren

+
Else Hykel: Sie prägte bis in ihr hohes Alter maßgeblich das Frankenberger Geschäftsleben.

Frankenberg. Sie gehörte zu der Generation der Heimatvertriebenen, die nach dem Krieg in Frankenberg mit ihrem Vorbild fortschrittliche Impulse für Wirtschaft und Gewerbe setzten.

Else Hykel baute 1947 gemeinsam mit dem Buchhändler Gernot Hykel aus dem Nichts heraus eine neue Existenz auf und wirkte bis in ihr hohes Alter aktiv am Geschäftsleben der Ederstadt mit. Sie verstarb jetzt im Alter von 98 Jahren.

Schon in Bärn/Sudetenland, wo sie am 3. Februar 1914 geboren wurde, hatte Else Hykel mit ihrem Mann die erste Buch- und Papierwarenhandlung am Ort gegründet. Mit ihrer abgeschlossenen Ausbildung zur Kontoristin brachte sie wertvolle kaufmännische Kenntnisse in den Betrieb ein.

Im Zuge der Vertreibung aus Nordmähren gelangte die Familie Hykel mit ihren vier kleinen Töchtern nach Westdeutschland und landete am 21. Juli 1946 zunächst in Röddenau.

Zu dem Wenigen, was Else Hykel aus der Heimat mitgenommen hatte, gehörten die Adressen der Firmen, die die Buchhandlung schon im Sudetenland beliefert hatten und sie auch in der jungen Bundesrepublik nicht im Stich ließen, um das ländlich geprägte Frankenberg mit Lesestoff und Schreibwaren zu versorgen.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

Kommentare