Frankenberger Land: Brauch des Platzens lebt auf

Frankenberger Land. In mehreren Orten im Frankenberger Land knallten am Dienstag die Peitschen. Junge Männer zogen zum traditionellen Platzen vor die Häuser von unverheirateten Frauen und ließen dort die Peitschen auf den Boden knallen.

Der Brauch stammt aus der Zeit, als die Mägde zwischen den Jahren ihren Dienstherren wechselten und dabei von den jungen Männern lautstark begleitet wurden.

Kurzclip: Platzen, ein alter Brauch wird gepflegt

In Birkenbringhausen wurden - entgegen der Tradition - die jungen Männer von erfahrenen Platzern unterstützt. Die Männer zogen durch das ganze Dorf. Es wurde an den Häusern, in denen unverheiratete Frauen leben, geklingelt. Gegen eine kleine Spende gab es neben dem „Platzkonzert“ auch Hochprozentiges.

Auch in Rennertehausen hat es am Dienstag ordentlich geknallt. Dort sammelten die jungen Platzer an den Häusern Wurst und Eier ein.

Frankenberger Land: Brauch des Platzens lebt auf

Die Organisatoren Christian Schubert und Carsten Schäfer betonten, dass das Platzen wichtig für die Gemeinschaft sei. „Das haben schon unsere Großeltern gemacht, und wir freuen uns, dass wir das fortführen können“, sagten sie.

Quelle: HNA

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