Frankenberger Netzwerk Integration unterstützt Flüchtlinge

Im Möbellager: Dort haben die Mitarbeiter des Frankenberger Netzwerks Integration alle Hände voll zu tun. Helfer und Flüchtlinge geben sich die Klinke in die Hand. Im Bild: (von links) der 18-jährige Sammy aus Eritrea, Helfer Erwin Mause, eine Frau aus Syrien sowie Johannes Schilling und Karl-Heinz Bastet vom Netzwerk Integration. Foto: mjx

Frankenberg. Das Netzwerk Integration unterstützt Flüchtlinge - und braucht "jede helfende Hand". In einer zuletzt ungenutzten Halle der Frankenberger Firma Thonet herrscht in diesen Tagen vor Weihnachten Hochbetrieb.

Karl-Heinz Bastet und seine Helfer wie Erwin Mause und Johannes Schilling vom Frankenberger Netzwerk Integration haben alle Hände voll zu tun: Matratzen werden angeliefert und aufgestapelt, Sofas, Schränke und Teppiche ausgeliefert.

Schon seit einem Jahr kümmert sich das Netzwerk intensiv um die Flüchtlinge, nicht nur um Möbel, sondern auch um Wohnungen - alles ehrenamtlich. In der alten Thonet-Halle, die das Unternehmen als Lagerraum zur Verfügung gestellt hat, geben sich Helfer und Flüchtlinge praktisch die Klinke in die Hand.

Jede helfende Hand ist daher willkommen. „Wir freuen uns über jeden, der Möbel und Einrichtungsgegenstände zur Verfügung stellt oder mit anpackt. Wir brauchen solche Hilfe“, sagt Karl-Heinz Bastet.

Der Einsatz in den vergangenen Monaten ist ihm und seinen Helfern anzusehen: „Uns geht so langsam die Puste aus, wir drehen am Rad, wir brauchen Hilfe.“ Doch trotz der Mühen denkt kein Mitarbeiter des Netzwerks an ein Aufhören oder gar ein Aufgeben: „Jedes Lächeln der Flüchtlinge bringt uns dazu, weiterzumachen“, sagt Karl-Heinz Bastet. Dabei erinnert er daran, dass die Flüchtlinge auch selbst mit anpacken.

Bei den Gesprächen mit den Asylbewerbern hören die Frankenberger Helfer dramatische Geschichten aus den Krisengebieten. „Diese Geschichten gehen unter Haut“, erzählt Bastet. Im Netzwerk arbeitet er mit rund 30 Ehrenamtlichen zusammen. Sie bemühen sich nicht nur um Möbel, Kleidung und Sprachunterricht für die Flüchtlinge, sie versuchen auch, ihnen Wohnungen zu beschaffen und sie beim Gang zum Amt zu unterstützen.

„Dafür bekommen wir zwar viel Lob, aber dafür können wir uns nichts kaufen“, sagt Bastet. Er hofft vor allem auf weitere Unterstützung aus der Bevölkerung - beispielsweise auf Spenden von Einrichtungs- und Haushaltsgegenständen wie Sofas, Schränke, Stühle, Tische und auch Küchen: „Wir brauchen für die Flüchtlinge zudem dringend Kinderwagen und Bettgestelle, aber auch Waschmaschinen und Wäschetrockner“, berichtet Bastet.

Zudem werden auch Transporthilfen und Transporthelfer und auch noch weitere Lager für Möbelspenden gebraucht. Bastets Dank gilt allen, die bisher schon Möbel gespendet oder Mietwohnungen zur Verfügung gestellt haben: „Auch den neuen Herausforderungen mit immer neuen Flüchtlingen werden wir uns stellen.“

Kontakt: Informationen erteilt Sprecher Karl-Heinz Bastet, Tel. 06451/1207. (mjx)

Was das Netzwerk genau braucht, wie viele Flüchtlinge in Frankenberg leben und wieviele eine eigene Wohnung haben, das lesen Sie in der gedruckten Montagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

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