Frankenberger Parlament beschließt Erhöhung der Kita-Gebühren

Lachende Kinder: In den Frankenberger Kindergärten, wie hier in Röddenau, haben die Kinder jeden Tag viel Spaß. In die drei städtischen Kindergärten gehen derzeit insgesamt 22 Jungen und Mädchen – 75 in Röddenau, 70 in Schreufa und 75 in Geismar. Foto: mjx

Frankenberg. Wie erwartet, hat das Frankenberger Stadtparlament in seiner Sitzung am Donnerstagabend in der Ederberglandhalle neue Gebühren für die Nutzung der drei Frankenberger Kindertagesstätten in Röddenau, Schreufa und Geismar beschlossen. In diese drei Kindergärten gehen aktuell 220 Kinder.

Mit seinem Beschluss folgte das Parlament den Empfehlungen des Magistrats und auch der parlamentarischen Ausschüsse. Bei der Abstimmung stimmten 17 Abgeordnete für die neue Gebührensatzung, es gab aber auch acht Enthaltungen von seiten der SPD und der Liberalen Fraktion. Volker Heß (SPD) stimmte gegen die neuen Gebühren.

Die Beträge für die Nutzung der drei städtischen Kindergärten für Kinder ab dem vollendeten zweiten Lebensjahr werden in zwei Schritten angehoben - zunächst ab dem 1. August, dann ab dem 1. Januar 2016 (HNA berichtete).

„Kinder liegen uns am Herzen. Die Kinder und auch die Eltern wollen wir unterstützen“, sagte Bürgermeister Rüdiger Heß. Für die Gebührenerhöhungen sei letztlich aber das neue hessische Kinderförderungsgesetz ausschlaggebend gewesen.

Im kommenden Jahr müsse die Stadt für die drei städtischen Kindertagesstätten drei Millionen Euro ausgeben, erinnerte der Bürgermeister: „Wir mussten aufpassen, dass uns die Kosten nicht weglaufen.“

In Frankenberg gibt es neben den drei städtischen Kindertagesstätte noch fünf weitere Kindergärten freier Träger - unter anderem vom Roten Kreuz und der Lebenshilfe.

Der größte Kritikpunkt von Heß am neuen Kinderförderungsgesetz: „Ohne dass die Kosten explodieren, können wir unsere Module nur bis höchstens 44,45 Stunden pro Woche abbilden.“ Sobald eine Betreuungszeit von 45 Stunden erreicht werde, würden die Kosten pro Kind und pro Monat um 70 Euro steigen.

„Das ist ein Kostenblock, der so nicht funktionieren kann“, sagte der Bürgermeister. „Ich bin aber zuversichtlich, die maximal 44,45 Stunden in den einzelnen Modulen abbilden zu können.“ Die Module beschreiben die Betreuungsarten in den Kindergärten - unter anderem einen Halbtagsplatz oder einen Ganztagsplatz.

Bürgermeister Rüdiger Heß erinnerte auch an die Problematik, dass Kinder aus dem Frankenberger Stadtteil Willersdorf in Bottendorf (Gemeinde Burgwald) und aus Rengershausen in der Gemeinde Bromskirchen in den Kindergarten gehen. In Burgwald kostet ein Ganztagsplatz aktuell schon 135 Euro, in Bromskirchen 124,50 Euro. Heß: „Aber es geht nicht ums Geld. Wir wollen eine vernünftige Betreuung und eine vernünftige pädagogische Begleitung der Kinder erreichen.“ (mjx)

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Quelle: HNA

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