Frankenberger Pfingstmarkt: Interview mit Organisator Max Wagner

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Max Wagner: Der 30 Jahre alte Organisator des Frankenberger Pfingstmarkts ist schon seit 15 Jahren im Geschäft. 2012 hat er das Veranstaltungsbüro von seiner inzwischen verstorbenen Großmutter übernommen. Foto:  mjx

Frankenberg. Auf An diesem Wochenende findet zum 437. Mal der Frankenberger Pfingstmarkt statt. Seit mehr als 50 Jahren richtet das Veranstaltungsbüro Wagner das größte Volksfest in der Region aus. 2012 hat Max Wagner jun. diese Aufgabe von seiner inzwischen verstorbenen Großmutter Brunhilde übernommen. Wir sprachen mit dem 30-Jährigen über dieses Erbe, aber auch über die Bedeutung des Pfingstmarktes für die Region.

Herr Wagner, im Jahr 2012 haben Sie ein schweres Erbe angetreten – die Nachfolge Ihrer Großmutter Brunhilde Wagner, der „guten Seele“ des Frankenberger Pfingstmarkts. Wie ist es Ihnen gelungen, Ihre Fußstapfen auszufüllen? 

Max Wagner jun.: Es ist kein schweres Erbe, es ist ein schönes Erbe. Ich bin jetzt schon seit 15 Jahren im Betrieb, mein Großvater hat mich schon als Steppke an das Geschäft herangeführt. So war das Erbe dann auch kein ganz großer Schritt für mich.

Haben Sie es geschafft, dem Frankenberger Pfingstmarkt schon ihre eigene persönliche Note zu geben? 

Wagner: Durch ein einheitliches, durchgestyltes Werbebild haben wir das Erscheinungsbild verändert, auch bei Facebook und im Internet. Und wir haben dafür gesorgt, dass am Samstagabend viel los ist – im Vorjahr mit Jürgen Drews, am Samstag mit der HR3-Party und Peter Lack. Wir haben den Pfingstmarkt feinjustiert, damit alles rund läuft. Auf das Musikfeuerwerk im Vorjahr setzen wir diesmal noch einen drauf: Wir verteilen an die Besucher 15 000 fluoreszierende Lichter, diese Aktion wird für noch mehr Atmosphäre sorgen. Und zusätzlich haben wir noch Stelzenläufer in LED-Kostümen auf dem Platz, das bringt nochmals einen zusätzlichen Kick. Für die älteren Besucher haben wir wieder Ruhezonen eingerichtet, wir müssen schließlich auch an den demografischen Wandel denken. Unser Ziel ist es, den Frankenberger Pfingstmarkt jedes Jahr ein Stück weit attraktiv zu gestalten. Wir müssen nämlich immer mehr Menschen aktivieren, um den gleichen Umsatz zu erreichen.

Welche Bedeutung hat der Pfingstmarkt für die Stadt Frankenberg und welche Stellung hat das Volksfest Ihrer Meinung nach bundesweit? 

Wagner:  Durch den Pfingstmarkt wird die Stadt über die Region hinaus bekannt. Es ist schon eine tolle Story, wenn eine Stadt mit 19 000 Einwohnern 250 000 Gäste hat. Im Vorjahr waren es sogar 265 000 Besucher. Außerdem hat die Stadt während des Pfingstmarktes für zehn Tage 300 Menschen mehr in der Stadt: Die Schausteller und Mitarbeiter kaufen in der Stadt gerne ein. Der Pfingstmarkt ist natürlich ein toller Werbeträger. die Schausteller kommen aus ganz Deutschland hierher. Deshalb ist das Volksfest für den ganzen Landkreis eine ganz wichtige Veranstaltung.

Welche Rolle spielt eigentlich das Wetter für den Frankenberger Pfingstmarkt? 

Wagner:  Das Volksfest ist natürlich sehr wetterabhängig. Bei schlechtem Wetter haben wir Umsatzeinbußen von 50 bis 60 Prozent. Wir haben hier eben eine Open-Air-Veranstaltung. Aber einmal Regen gehört zum Pfingstmarkt fast immer dazu. Das optimale Wetter: trocken und 20 Grad. An diesem Wochenende soll es sehr warm werden, aber wir haben überall Erfrischungsstände.

Mit wie vielen Besuchern Max Wagner jun. rechnet und wie sich seiner Meinung nach der Pfingstmarkt in den vergangenen Jahren verändert hat, lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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