Schüler aus drei Ländern lernen Arbeitswelt und Kultur im Ausland kennen

Frankenberger Projekt ausgezeichnet

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Frankenberg - Almeria, Motala, Frankenberg: Schüler aus diesen drei Städten haben sich in den jeweils anderen Ländern über Betriebe informiert und die Arbeitswelt kennengelernt. Dieses Projekt, das die Ortenbergschule koordinierte, wurde als „Star Project“ ausgezeichnet.

Wenn Schüler ins Ausland fahren, dann muss das nicht immer eine Klassenfahrt oder ein Austausch sein – es kann auch eine Fahrt in eine fremde Arbeitswelt sein. Diese Erfahrung haben Schüler aus Frankenberg, dem spanischen Almeria und dem schwedischen Motala in den vergangenen zwei Jahren gesammelt. Seit elf Jahren nimmt die Ortenbergschule am sogenannten Comenius-Programm teil. In der Zeit von 2009 bis 2011 lief das Projekt „Your Chance to Europe“, in dem die Frankenberger Grund-, Haupt- und Realschule federführend war. Es wurde Mitte Februar als „Star Project“ ausgezeichnet. Von Tausenden ähnlichen Projekten in ganz Europa gehört es zu den Besten.

Die beiden Lehrerinnen Christel Leonhäuser-Geitz und Cornelia Schönbrodt haben sich mit Kollegen aus Almeria und Motala ausgetauscht, dann haben Lehrer und Schüler sich gegenseitig besucht. Zweimal waren Schweden und Spanier in der Illerstadt, je einmal waren die Deutschen in den beiden Partnerländern. Untergekommen waren sie bei Gastfamilien. „Das Ziel war es, den Schülern bei der Berufsorientierung zu helfen“, erklärt Schönbrodt. Deshalb waren die Frankenberger in der Gegend um Almeria und Motala in den Betrieben unterwegs und haben die ausländische Wirtschaft kennengelernt. Beeindruckt waren sie etwa von „El Ejido“, einem Gemüseanbaugebiet bei Almeria, das ganz Europa mit Lebensmitteln versorgt und dessen Felder unter weißer Plastikplane vom Weltraum aus zu sehen sind.

Derzeit läuft bereits der Antrag für das nächste Comenius-Projekt der Ortenberg-Schule: „Crossing Borders“ soll es heißen und sich mit den Berufschancen von Migranten beschäftigen. (gl)

Mehr lesen Sie in der FZ vom Freitag, 24. Februar

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