Patrik Buchmüller im Radio

Frankenberger Stimme für ganz Hessen

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Patrik Buchmüller (dritter von rechts) gehört seit der ersten Stunde zum Team von Radio Frankenberg. Jedes Jahr rund um den Pfingstmarkt ist er im lokalen Radio zu hören. Seit September spricht er hessenweit die Nachrichten.Fotos: Archiv

Frankenberg - Die Frankenberger kennen ihn aus dem lokalen Radio zum Pfingstmarkt - seit einigen Wochen ist Patrik Buchmüller hessenweit zu hören: Er spricht Nachrichten zur vollen Stunde auf dem öffentlich-rechtlichen Sender "YouFM". Bald leiht er vermutlich auch "hr-Info" seine Stimme.

Patrik Buchmüller kommt eigentlich aus Nordrhein-Westfalen. Die Frankenberger Pfingstradio-Hörer kennen ihn trotzdem - oder zumindest seine Stimme: Seit dem ersten Sendetermin von Radio Frankenberg im Jahr 2007 gehört er zum engagierten Team der lokalen Radiomacher.

Nicht nur während der Pfingstzeit können die Frankenberger Buchmüller im Radio hören: Seit September erklingt seine Stimme hessenweit aus den Lautsprechern. Der gebürtige Westfale hat eine Stelle bei den öffentlich-rechtlichen Radiosendern „YouFM“ und „hr-Info“ bekommen. Bei „YouFM“ spricht er regelmäßig in den Nachrichten zur vollen Stunde.

„Ich habe mich Anfang September ein paar Tage eingearbeitet und dann ging es das erste Mal On Air“, berichtet Buchmüller. Bei „hr-Info“ ist der 28-Jährige ebenfalls in der Nachrichtenredaktion beschäftigt. Noch ist er dort nicht zu hören, sondern schreibt in einem Redakteurs-Team Nachrichten. „Auf ‚hr-Info‘ kommen viel öfter Nachrichten als bei ‚YouFM‘ - dort schreiben wir größere Beiträge und viel mehr Nachrichten“, erklärt er. Das sei eine spannende Arbeit - die er vermutlich im nächsten Jahr noch erweitert: „Es ist in Planung, dass ich auch bei diesem Sender zu hören sein werde“, verrät er.

Zu der Stelle kam er durch Zufall: Eine Bekannte berichtete ihm, dass die Nachrichtenredaktion der beiden Sender Verstärkung suche. „Kurz vor Pfingsten hatte ich Vorstellungsgespräch. Von dort aus bin ich direkt weiter nach Frankenberg, um mich auf das Pfingst-Radio vorzubereiten“, sagt Buchmüller. Einige Wochen nach Pfingsten sei er dann zum Probearbeiten in Frankfurt gewesen - und die Stelle bekommen. Gerade ist er mit seinem Umzug von ruppertsberg bei Neustadt an der Weinstraße nach Rüsselsheim beschäftigt. Frankfurt selbst sei sehr teuer - und in Rüsselsheim sind Buchmüllers Freundin und ein Snooker-Verein, der in der Bundesliga spielt. „Snooker ist mein größtes und liebstes Hobby“, sagt Buchmüller. „Ich lebe und liebe diesen Sport.“

Aber auch das Radio lebt und liebt der gebürtige Westfale: „Es ist spannend, Geschichten zu erzählen, ohne Bilder zu haben“, sagt er. „Allein mit Worten und Geräuschen erzeugen wir Bilder in den Köpfen der Zuhörer.“ Außerdem sei das Radio ein schnelles Medium: Sobald eine Eilmeldung kommt, können die Nachrichtensprecher sie der Welt erzählen.

Zum Radio Frankenberg kam Buchmüller auch durch Zufall - und eine Freundschaft: Bei einem Radio- und Fernsehsender in Trier lernte er 2006 den Frankenberger Tim Heinrichs-Noll kennen. „Wir haben gleich am ersten Abend lange zusammengesessen und geredet. Daraus sind eine Freundschaft und viele gemeinsame Projekte erwachsen.“ Deswegen ist Buchmüller oft in Frankenberg zu sehen - nicht nur zu Pfingstzeiten. So war er auch 2007 sofort dabei, als sein Kollege die Idee für Radio Frankenberg hatte. Dort schreibt und spricht er nicht nur Nachrichten, sondern ist mit einem kleinen Team in eine aufwändige Organisation eingebunden. „Bei ‚YouFM‘ und „hr-Info‘ mache ich nur noch Nachrichten. In Frankenberg machen wir alles selbst“, beschreibt er die Unterschiede. Außerdem habe er bei seiner Arbeit in Frankfurt ein großes Netzwerk an Korrespondenten und Agenturen, auf die er zurückgreifen könne, um Nachrichten zu machen. „Das haben wir bei Radio Frankenberg nicht. Da sind wir ein kleines Team und können nicht auf ein so großes Netzwerk zurückgreifen.“ Die Arbeit ist eine völlig andere - dennoch sei er sowohl in Frankenberg als auch in Frankfurt vom ersten Arbeitstag an mit „Feuer und Flamme“ dabei gewesen.

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