Im vergangenen Jahr habe es vier Verletzungen

Frankenberger Volleyballfeld in Gefahr

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Setzen sich ein für eine Sanierung oder den Neubau der Beachvolleyball-Anlage an der Bottendorfer Straße in Frankenberg: (von links) TSV-Vorsitzender Klaus Hartmann, Sebastian Held (JU), Volleyball-Abteilungsleiter Uwe Burkard und JU-Vorsitzender Jannik Schwebel-Schmitt.

Frankenberg. Verletzungsgefahr herrscht auf dem Frankenberger Beachvolleyballfeld, weil die Drainage verstopft ist. Behoben wird der Schaden derzeit nicht. Das hat einen Grund.

Das DRK will nämlich in der Nähe ein Seniorenheim bauen.

Probleme haben die Volleyballer des TSV Frankenberg mit der Beach-Anlage an der Bottendorfer Straße, unweit des Frankenberger Freibades: „Der Sand ist bei Nässe morastig und nach ein paar Tagen Sonnenschein knüppelhart", sagt Volleyball-Abteilungsleiter Uwe Burkard. Im vergangenen Jahr habe es vier Verletzungen - überwiegend umgeknickte Fußgelenke - gegeben. Burkard: „Ich würde nichtmal Kleinkindern zumuten, auf dieser Fläche noch Fußball zu spielen.“

Hauptgrund ist eine verstopfte Drainage. Die Plätze sind 17 Jahre alt. Das rechte Feld wird nun gar nicht mehr genutzt. „Wenn es trocken bleibt, kriegen wir das andere Feld für den Beachcup hin“, sagt Burkard. Mit einer Fräse wird der Sand dann aufgelockert. Aber: „Wegen der Wetter-Unsicherheit können wir hier keine offiziellen Ranglisten-Turniere mehr spielen. Das bringt den ganzen Terminplan durcheinander.“

„Ich würde nichtmal Kleinkindern zumuten, auf dieser Fläche noch Fußball zu spielen.“

Das Problem ist nicht neu. Die Volleyballer hatten bereits im Jahr 2009 mit dem damaligen Bürgermeister Engelhardt verhandelt. Dabei kam laut Uwe Burkard heraus, dass ein Neubau pro Platz etwa 15 000 bis 20 000 Euro kosten würde. Wegen der Entsorgungs-Problematik von Sand und Unterbau sei ein Neubau deutlich günstiger als eine Sanierung.

Seit 2009 ist aber auch klar, dass das Deutsche Rote Kreuz in diesem Bereich ein Seniorenheim bauen will. „Wenn das DRK hier baut, müssen wir weg“, sagt der Vorsitzende des TSV Frankenberg, Klaus Hartmann. Er hofft jedoch mit Abteilungsleiter Burkard darauf, dass die Beachvolleyballanlage in irgendeiner Form erhalten werden kann.

Die Junge Union - vertreten durch den Vorsitzenden Jannik Schwebel-Schmitt und seinen Stellvertreter Sebastian Held - hat sich für den Erhalt der Beach-Anlage ausgesprochen. „Volleyballer aus Frankenberg haben bei regionalen und nationalen Wettkämpfen mit ihren Erfolgen große Anerkennung erfahren und die Bedeutung dieser Sportart für Frankenberg verdeutlicht“, sagt Schwebel-Schmitt. Die JU werde sich für die Sicherstellung des Volleyballs in Frankenberg „intensiv einsetzen“, versprach Schwebel-Schmitt.

Als positiv vermerkte TSV-Vorsitzender Klaus Hartmann nach einem Gespräch, dass alle Fraktionen des Frankenberger Parlaments grundsätzlich den Erhalt einer Beachvolleyballanlage unterstützen. Bei den Kosten geht Hartmann nun von 60 000 bis 100 000 Euro aus. „Aus meiner Sicht ist das eine wichtige Infrastruktur-Maßnahme, die es auch unter dem Aspekt des Schulsportes zu erhalten gilt“, sagte Hartmann. Im nächsten Schritt sollten finanzielle Fördermöglichkeiten abgeklopft werden.

Was DRK-Kreisgeschäftsführer Christian Peter zu dem Thema sagt, lesen Sie in der gedruckten Donnerstag-Ausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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