Frankenberg

Französische Azubis zu Gast an der Eder

- Frankenberg (mba). Um Handwerk und Menschen in Deutschland kennenzulernen, sind seit Sonntagabend 16 Jugendliche aus Frankreich im Rahmen eines Austauschprogramms drei Wochen zu Gast in Frankenberg.

Eigentlich sind es gleich zwei Austausch-Aufenthalte von französischen Auszubildenden, die derzeit stattfinden, sagt Werner Rühl vom Frankenberger Berufsförderungswerk für Handwerk und Industrie (BFHI): Am Lehrbauhof der Kreishandwerkerschaft sind acht junge Franzosen aus Pontivy zu Gast, das BFHI ist Gastgeber von acht Auszubildenden aus Hennebont. Beide Städte liegen in der Bretagne, nicht weit voneinander entfernt. Da auch das BFHI und der Lehrbauhof Nachbarn sind, habe es nahegelegen, die beiden Gruppen gemeinsam zu empfangen, erklärt Rühl, der die Gruppe aus Hennobont betreut. Sein Kollege Peter Wilhelm kümmert sich um die andere Gruppe. Die jungen Franzosen und ihre Begleiter, die Lehrer Flavian Le Brunnec aus Hennebont und Frederic Chaplin aus Pontivy sowie Dolmetscher Magloire Kengue Fokoha, sind für drei Wochen zu Gast in der Ederstadt. Ihr Besuch findet im Rahmen des deutsch-französischen Austauschprogramms in der beruflichen Bildung „Ausbildung in Partnerschaft“ statt. „Der Austausch ist Teil der Ausbildung und wird im Mobilitätspass dokumentiert“, sagt Rühl. So ein Austausch im Rahmen der Ausbildung sei erwünscht, aber freiwillig. „Es ist bereits der sechste Austausch mit Auszubildenden aus Frankreich“, sagte Gerhard Brühl, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft bei der Begüßung der Gäste. Zum dritten Mal kommen Besucher aus Hennebont, zum ersten Mal nehmen Lehrlinge aus Pontivy teil. Bürgermeister Christian Engelhardt sagte: „Es ist inzwischen eine schöne Tradition, das Auszubildende aus Frankreich nach Frankenberg kommen – und umgekehrt.“ Er berichtete den jungen Franzosen, dass das Handwerk im Frankenberger Land der wichtigste Arbeitgeber sei und viele heimische Unternehmen aus dem Handwerk entstanden seien. In der ersten Woche nehmen sowohl die französischen Azubis, als auch ihre deutschen Altersgenossen, die ihnen während des Aufenthalts Gesellschaft leisten, an einem halbtägigen „Tandem-Sprachlkurs“ mit Sprachlehrerin Corinne Ngassam teil. Dabei bilden je ein deutscher und ein französischer Auszubildender ein „Tandem“ und lernen die jeweils andere Sprache.Daran schließt sich ein zweiwöchiges Betriebspraktikum an, das jeder der Franzosen allein absolvieren. Außerdem gibt es ein kulturelles Rahmenprogramm unter anderem mit einem Ausflug nach Frankfurt, einem Fußballspiel der Auszubildenden aus Frankreich und Deutschland – quasi ein Länderspiel – und einem Besuch des Erlebnisbades Gran Dorado in Medebach.

Kommentare