Gemündengemü

Franzosen entdecken die Umgebung

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Vor dem Herkules

- Gemünden (apa). Wegen des tollen Programms während ihres Aufenthalts in Frankreich wollten die Cornelia-Funke-Schüler ihren französischen Austauschpartnern ebenfalls ein spannendes und aufregendes Programm bieten.

Illiers hat etwa 3200 Einwohner und liegt im Département „Eure-et-Loir“ in der Region „Le Centre“ an einem Flüsschen namens „Loir“, das nicht zu verwechseln ist mit dem großen Strom Loire. Illiers ist etwa 115 Kilometer südwestlich von Paris und 812 Kilometer von Gemünden entfernt. Die Cornelia-Funke-Schule ist seit 1976 mit dem Collège Marcel Proust verschwistert. Die Schule in Illiers wurde nach dem französischen Schriftsteller Marcel Proust (1871 bis 1922) benannt. Seine Großeltern lebten in Illiers. Proust ließ sich von der Stadt für seinen Romanzyklus „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ inspirieren. In seinem Werk gibt er Illiers den Namen Combray. Im Jahr 2011 feiern sowohl die Städte Gemünden und Illiers als auch deren Schulen das 35-jähriges Bestehen der Partnerschaft, zu der auch die Besuche der Schüler gehören. Nachdem die französischen Austauschpartner einen Tag in den Familien verbracht hatten, trafen sich die Schüler bei Einbruch der Dämmerung an der Cornelia-Funke-Schule zu einer Nachtwanderung rund um Gemünden. Ein gemütliches Beisammensein mit kleinem Imbiss rundete den Abend ab. In den nächsten Tagen unternahmen die Schüler einige Ausflüge. Der erste führte an den Edersee. Dort besuchten sie die Staumauer, den Aquapark, das Strandbad und die Sommerrodelbahn. Am darauffolgenden Tag ging es nach Kassel. Dort wanderte die Gruppe im Bergpark und bewunderte die Wasserspiele. Anschließend besichtigten die Schüler und ihre Gäste den Weißensteinflügel im Schloss Wilhelmshöhe. Auch die Kasseler Innenstadt mit der Möglichkeit zum Einkaufen gehörte zum Ausflug. Ein weiterer Höhepunkt war ein Ausflug nach Willingen mit dem Besuch der Sprungschanze und anschließendem Schlittschuhlaufen. Die Austauschschüler unternahmen auch Besichtigungen ohne die deutschen Schüler, die teilweise am Regelunterricht teilnehmen mussten. Die Gäste besuchten unter anderem die Bäckerei Paul in Frankenau und die Firma Alpla in Gemünden.Die französischen Freunde stellten während ihrer Besuchswoche keine großen Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich fest. Allerdings fielen ihnen vor allem bestimmte Autos und die großen weißen Häuser auf. Die Austauschpartner fühlten sich offensichtlich wohl bei ihren Gastgebern. Der Abschied fiel allen Schülern schwer.

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