Frau um 4500 Euro betrogen: 50-Jähriger erhält Bewährungsstrafe

Marburg. Mit einer neunmonatigen Bewährungsstrafe ist ein 50-Jähriger aus Bayern davongekommen, der eine Frau aus dem Frankenberger Land um 4500 Euro betrogen hat.

Das Marburger Landgericht milderte ein Urteil des Amtsgerichts Frankenberg, das den Mann für 13 Monate ins Gefängnis schicken wollte.

Weil der Angeklagte seine Berufung gegen das erstinstanzliche Urteil auf das Strafmaß beschränkt hatte, stand für die Kammer der Sachverhalt fest. Demnach hat der Mann die Frau, die er von einer Busreise kannte, im Jahr 2009 um Geld für die ärztliche Behandlung seiner Mutter gebeten, die in der Türkei im Krankenhaus lag.

Zunächst habe das Opfer 2500, kurz darauf auf Wunsch des Mannes noch einmal 1500 und 1000 Euro überwiesen. Zurückbekommen habe sie das Geld nicht. Erst nachdem sie 2011 Strafanzeige gestellt habe, hätte sie 1300 Euro erhalten.

Wie der Angeklagte einräumte, habe seine Mutter zwar einen Teil erhalten, das meiste Geld habe er jedoch für seinen Lebensunterhalt gebraucht. Das Amtsgericht hatte im Mai 2012 eine Bewährung ausgeschlossen. Zweimal war der Mann bereits wegen Betrugs verurteilt worden, zuletzt hatte er einen Mann um 12.500 Euro geprellt. Die jetzt verhandelten Taten beging er unter laufenderBewährung.

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Quelle: HNA

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