Frauen wie Petra Truß aus Haine feiern wieder den Weltgebetstag

Erinnerungen an die Weltgebetstage der vergangenen Jahre: Petra Truß aus der freien evangelischen Kirchengemeinde in Haine hat schon oft an den Gottesdiensten teilgenommen und sich kreativ mit anderen Ländern beschäftigt. Foto: Sonnabend

Haine. In zwölf Länder ist Petra Truß aus Haine mit anderen Frauen schon gereist, immer am ersten Freitag im März. Zumindest gedanklich: An diesem Tag findet nämlich jedes Jahr der Weltgebetstag der Frauen statt.

Wie Souvenirs von Reisen stapeln sich auch die Mitbringsel aus den Gottesdiensten, die sie in dieser Zeit mit vorbereitet hat, vor ihr auf dem Küchentisch: „Wir haben jedes Jahr etwas gebastelt, was typisch für das Land ist.“ Das waren Fächer, wie sie Frauen in Malaysia haben, Taschen, wie sie Frauen in Papua-Neuguinea benutzen, Rasseln, eine Trommel und Hawaiiketten.

„Es macht wirklich Spaß, zu sehen, wie Frauen in anderen Ländern leben“, sagt Petra Truß. Die Ansprechpartnerin für Frauenarbeit im Kirchenkreis Frankenberg und Delegierte der evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat oft mit anderen Frauen den Weltgebetstag gefeiert.

In diesem Jahr hat sie aber nichts gebastelt, sondern lässt sich überraschen, was sie heute in Röddenau erwartet: Der ökumenische Gottesdienst findet alle zwei Jahre abwechselnd in der Kirche dort und in Haine statt. „Das ist ein Tag von Frauen, aber nicht nur für Frauen“, so Truß. Auch Männer seien willkommen. Aber vorbereitet werden die Veranstaltungen, die an diesem Tag an vielen Orten im Kreis stattfinden, eben nur von Frauen.

„Vielleicht haben Frauen eher das Bedürfnis, sich zu treffen und sich über Probleme zu unterhalten“, versucht Petra Truß zu erklären, wieso es diese geschlechterspezifische Aktion gibt. „Im Gottesdienst werden Probleme, die Frauen in dem Land haben, um das es geht, angesprochen“, sagt Truß. Heute ist Frankreich das Thema des Weltgebetstages. Das Motto ist „Ihr wart fremd und ihr habt mich aufgenommen“.

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Von Nora Sonnabend

Quelle: HNA

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