20 Euro gewonnen

Am Freitag, den 13., in die Spielothek: HNA versuchte ihr Glück

Rein damit: Die ersten zwei Euro bringen HNA-Volontär Florian Künemund beim Selbstversuch „Glücksspiel am Freitag, den 13.“ noch keinen Erfolg . Am Ende gewinnt er aber 20 Euro. Foto: Pflug

Frankenberg. Wie ernst ist der Aberglaube rund um Freitag, den 13., zu nehmen? HNA-Volontär Florian Künemund hat sein Glück in einer Frankenberger Spielothek getestet.

Die Kosten für meine kürzlich erworbene Playstation 4 kann ich mit dem Gewinn zwar nicht decken, aber er sollte zumindest genügen, um den Aberglauben in Bezug auf Freitag, den 13., als Humbug abzustempeln. Meinen Einsatz von 20 Euro konnte ich beim Selbstversuch in der Frankenberger Spielothek „Play In Casino“ am Bahnhof beim Automatenspiel auf 40 Euro verdoppeln und damit 20 Euro Reingewinn erzielen. Und das, obwohl der Kalender Freitag, den 13., anzeigte.

Angekommen in der Spielothek begrüßt mich die Angestellte Sybille Ernst. „Dass am Freitag, den 13., weniger Leute zum Spielen kommen, kann ich mir kaum vorstellen. Aber vielleicht wird der ein oder andere seinen Verlust darauf zurückführen“, sagt sie.

Am ersten Automaten entscheide ich mich für das klassische Spiel „Triple Chance“, bei dem drei Dreierreihen mit Symbolen zu sehen sind. Hat man bei einer Umdrehung drei gleiche Früchte oder drei Mal die 7 in einer Reihe - oder sogar mehr Reihen gleicher Symbole - erhält man einen festgelegten Gewinn. Dieser richtet sich danach, wie viel Cent der Spieler pro neu erscheinendem Bild setzt. Ich entscheide mich für 20 Cent und bekomme beispielsweise doppelt so viel wie jemand, der 10 Cent setzt.

Die erste von zehn 2-Euro-Münzen scheint gut investiert. Nach einem Gewinn von 3,20 Euro durch drei nebeneinanderliegende Zitronen schalte ich die Risiko-Leiter ein. Dort können Spieler ihren gerade gewonnenen Betrag nochmal aufs Spiel setzen.

Diese Leiter mit verschiedenen Geldstufen führt von niedrigen Cent-Beträgen über Zwischenstationen bis zum Hauptgewinn von 140 Euro. Mit 3,20 Euro steige ich zwischen 2,40 und 4 Euro ein und drücke die Leiter bis auf 8 Euro, die aber schnell wieder verspielt sind. Man kann bei jedem Betrag aussteigen. Bei dem Spiel leuchten die beiden Summen, zwischen denen man aktuell steht, abwechselnd auf. Erwischt man den höheren, kann man wiederum zwischen diesem und dem dann nächsthöheren drücken. Hier entscheidet nicht wirklich der Rhythmus, in dem ich drücke, sondern ob ich am „richtigen“ Automaten sitze.

Die Gefahr liegt darin, dass ich jederzeit auf 0 Euro abstürzen kann, was mir zwischendurch auch passiert: Ich habe auf der Leiter 52 Euro erreicht und könnte aussteigen. Die Versuchung, die 140 Euro abzusahnen, ist aber groß. Doch stattdessen blinkt die 0.

Lange sieht es düster aus für mich. Ich probiere Nachbarautomaten aus, die aber auch nichts abwerfen. Von meinen 20 Euro Einsatz habe ich nur noch 40 Cent übrig. Dann gelingt mir der Glückstreffer - ich drücke die Risiko-Leiter bis auf 52 Euro hoch und steige hier aus.

Um meinen Gewinn zu vergrößern, zocke ich mit den 52 Euro wieder „Triple Chance“ - das Spiel mit den Reihen. Diesmal nehme ich mir vor, bei 40 Euro Guthaben auszusteigen. Das tue ich dann auch. 20 Euro Gewinn in 30 Minuten Spielzeit - nicht schlecht für Freitag, den 13.

Hinweise zur Suchtgefahr beim Glücksspiel lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der HNA Frankenberg.

Quelle: HNA

Kommentare