Korbach: Mit fremdem Auto mehrere Unfälle verursacht

Feuerwehrleute binden am Dienstagabend ausgelaufene Betriebsstoffe ab, die nach einem Unfall am Kreisel in der Wildunger Landstraße ausgetreten waren. Vor dem Unfall dort hatte der 23 Jahre alte Fahrer bereits zwei andere Unfälle verursacht und war jeweils geflüchtet. Der Audi gehört ihm nicht, zudem stand er unter Alkoholeinfluss und besitzt keinen Führerschein. Foto: 112-magazin.de

Korbach. Nach mehreren Unfällen und der anschließenden Flucht zu Fuß hat die Korbacher Polizei am Abend zwei junge Männer vorläufig festgenommen.

Das Duo hatte sich das Auto eines anderen Mannes offenbar unter Gewaltandrohung angeeignet. Der 23 Jahre alte Fahrer ohne festen Wohnsitz war alkoholisiert und besitzt keinen Führerschein.

Nach ersten Informationen hatten die Männer in der Korbacher Altstadt den 18 Jahre alten Besitzer eines Audi A3 bedroht und waren mit dem Fahrzeug des Bad Arolsers davongefahren. In der wegen Bauarbeiten gesperrten Frankenberger Landstraße fuhren die Männer mit hohem Tempo über das Gelände eines Getränkemarktes und einer Pizzeria. Zeugen beobachteten, dass der Audi zunächst das Heck eines geparkten Peugeots und dann die hintere Fahrerseite eines vor dem Sonnenstudio geparkten Mercedes rammte.

Mit weiterhin hoher Geschwindigkeit entfernte sich der Wagen in Richtung Solinger Straße. Im Kreisel in der Wildunger Landstraße bog der Fahrer nach rechts in Richtung Meineringhausen ab, kam dabei aber von der Fahrbahn ab und überfuhr eine Laterne. Der Mast knickte ab, das Auto blieb darauf stehen und hing fest. Die beiden Insassen stiegen aus dem völlig zerstörten Auto aus und flüchteten zu Fuß. Nach kurzer Fahndung fanden Polizisten die Männer und nahmen sie vorläufig fest. Der 23-jährige Fahrer stammt aus dem Raum Korbach, hat derzeit aber keinen festen Wohnsitz. Der Beifahrer ist ein 16-jähriger Korbacher.

Die Korbacher Feuerwehr rückte aus, um ausgelaufenes Motoröl abzubinden und die Bergung des Wagens zu unterstützen. Nachdem der A3 abtransportiert war, trennten die Brandschützer nach Rücksprache mit dem Notdienst-Mitarbeiter des Energieversorgers EWF den Laternenmasten mit der Flex ab. Anschließend reinigten die Feuerwehrleute unter der Leitung des stellvertretenden Wehrführers Karsten Kühler den Asphalt und das Pflaster des Bürgersteigs mit einer speziellen Seifenlauge. Nur so könne man verhindern, dass an dieser Stelle Radfahrer wegrutschen und zu Fall kommen.

Den Gesamtschaden schätzte die Polizei am Abend auf rund 25.000 Euro. Augenzeugen der halsbrecherischen Fahrt sagten, insbesondere auf dem Parkplatz vor Pizzeria, Getränkemarkt und Sonnenstudio sei es nur glücklichen Umständen zu verdanken, dass keine Personen zu Schaden kamen. „Wenn hier ein Fußgänger von dem Wagen erfasst worden wäre, der wäre tot gewesen“, mutmaßte einer der Augenzeugen.

www.112-magazin

Quelle: HNA

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