Informationsabend an der Frankenberger Edertalschule mit Konzert der jüngsten Orchesterklasse

Freude an Musik steht im Mittelpunkt

+

Frankenberg - „Musik macht Spaß, Musik macht klug, Musik macht kreativ“: Während eines Informationsabends in der Edertalschule haben rund 80 Kinder und Eltern einen Einblick in die Orchesterklasse und ihre Vorteile erhalten.

Seit neun Monaten sind sie die Orchesterklasse 5d und sind schon so überzeugend authentisch, dass sie stolz Werbung machen für die nächste Orchesterklasse: Am Dienstag haben sich die 22 Mädchen und Jungen interessierten Kindern und Eltern beim Info-Abend in der Edertalschule präsentiert.

Mit dem Eingangsstück, dem „Schon Drei Töne Song“, empfingen die jungen Musiker in der Aula des Gymnasiums die Besucher und ließen von Beginn an keinen Zweifel, dass die jüngste Orchesterklasse schon viel gelernt hat. Professionell in Schwarz-Weiß gekleidet und äußerst aufmerksam spielten die Schüler sauber und folgten ihrem Leiter Martin J. Fischer präzise. „Sie sind gerade Ohrenzeuge einer zehnjährigen Erfolgsstory geworden“, sagte Schulleiter Stefan Hermes. Diese Erfolgsgeschichte werde von allen Musiklehrern gemeinsam mit der Frankenberger Musikschule geschrieben. Bereits 200 Schüler spielen in einem oder sogar mehreren Ensembles der Schule ein Instrument – das ist jedes sechste Kind. Hermes betonte, dass ihn das sehr glücklich mache, „denn über die Musik hinaus erfolgt ein Zusammenwachsen einer Gruppe und damit eine erfolgreiche Schulzeit“.

Markus Wagener, Leiter des Jugendsinfonieorchesters und der nächsten Orchesterklasse, informierte die etwa 80 Eltern und Kinder humorvoll über die theoretischen und praktischen Voraussetzungen für den Eintritt in die Orchesterklasse. „Es ist ganz einfach: Musik macht Spaß, Musik macht klug, Musik macht kreativ. Wenn man Musik machen und in der Gruppe ein Ins­trument erlernen möchte, sollte man in die Orchesterklasse gehen“, sagte er. Doch zunächst hatten Eltern und Kinder viele Fragen, deren Antworten für die Entscheidung von großer Relevanz sind: Zum Beispiel wollten Kinder und Eltern wissen, welche Instrumente erlernt werden können. „Die Musikschule, viele Posaunenchöre und Blasorchester bilden Bläser aus, wir sind die einzige Institution, die in hohem Maße auch Streicher ausbildet, daher werden in der neuen Orchesterklasse wieder viele Streicher dabei sein“, antwortete Wagener. Je nach Größe der neuen Klasse könnten aber alle Orchesterinstrumente erlernt werden.

Keine kleinen Stars kreieren

Weitere Fragen waren, wie oft geübt werden muss, wie der Stundenplan aussieht und ob trotz Orchesterproben auch Förderkurse besucht werden können. Außerdem interessierten sich die Kinder dafür, ob sie die Orchesterklasseauch dann besuchen dürfen, wenn sie bereits ein Instrument spielen, und ob sie ein Instrument mit nach Hause nehmen dürfen.

Eva Scholze, Leiterin der Musikschule, berichtete, dass für einen monatlichen Beitrag von 34 Euro die Kinder ein Instrument ausleihen können und in Kleingruppen von Instrumentallehrern der Musikschule unterrichtet werden. „Wir wollen keine kleinen Stars kreieren, sondern wir animieren die Kinder dazu, durch Üben Dinge zu erarbeiten, die präsentiert werden können“, sagte Scholze. „Die Freude an der gemeinsamen Musik steht im Mittelpunkt.“ Den Eltern versprach sie: „Sie werden Riesenschritte bemerken und sehr stolz sein auf Ihre Kinder.“

Das zweite Stück der Orchesterklassean diesem Abend war ein französisches Volkslied aus dem Übungsheft der Streicher. Fischer hatte es für die Instrumentalisierung umarrangiert. „Wir wollen immer wieder neue Stücke ausprobieren, dadurch ist unser Repertoire an leichten Stücken stetig gewachsen“, sagte er. Während des Stücks „Old McDonald“ zeigten die Schüler sogar eine kleine Choreografie.

Eltern, die ihr Kind für die neue Orchesterklasseanmelden­ möchten, informieren sich bei Matthias Müller unter Telefon 06451/9027. Weitere Infos gibt es im neuen Prospekt, der in der Schule erhältlich ist, oder im Internet unter www.edertalschule.de. Stichtag für die Anmeldung ist der 31. Mai 2013.

Von Dorothea Wagener

Kommentare