Feierliche Verabschiedung von Pfarrer Reinhold Schott aus Bottendorf und Willersdorf

Freude über erfüllte Zeit

Vor seinen Gästen: Pfarrer Reinhold Schott freute sich über die vielen guten Wünsche der Gemeindeglieder. Bei einem Kaffeetrinken nach dem Abschiedsgottesdienst war Gelegenheit dazu. Fotos: Moniac

Bottendorf. Voll besetzt war die Bottendorfer Martins-kirche: Fast war es, als wollten alle Gemeindemitglieder persönlich Abschied nehmen von Pfarrer Reinhold Schott, der nach 21 Jahren Gemeindearbeit zum Predigerseminar nach Hofgeismar wechselt (HNA berichtete).

Den Anfang im Gottesdienst machten die Kindergartenkinder, die, mit bunten Luftballons in den Händen, frisch und selbstbewusst ihre guten Wünsche übermittelten. „Ich wünsche dir, dass du schnell weißt, wie alles geht“, meinte zum Beispiel ein Junge; ein anderer hatte zum Spaß der Zuhörer Dramatischeres vor Augen. „Ich wünsche dir, dass du nicht ins Gefängnis kommst“, lautete sein besorgter Beitrag.

Lebendige Gemeinde

In seiner Predigt verglich Pfarrer Schott die Kirchengemeinde Bottendorf-Willersdorf mit der von Korinth. „An Lebendigkeit, Begeisterungsfähigkeit, Musikalität und geistiger Beweglichkeit können Sie es gut miteinander aufnehmen“, sagte er anerkennend und betonte: „Für meine Familie und mich waren die 21 Jahre in Ihrer Gemeinschaft eine gesegnete und erfüllte Zeit.“

Beim Abschiednehmen bleibt eine Rückschau nicht aus. So hatte Schott errechnet, dass es in seiner Amtszeit 551 Taufen, 620 Konfirmanden, 165 Trauungen und 563 Bestattungen gab.

Herzlich und freundschaftlich waren die Worte der beiden Vertreter des Kirchenvorstandes. „Wir lassen dich nicht mit leichtem Herzen ziehen“, sagten sie und erinnerten an viele gemeinsame Veranstaltungen, zum Beispiel an die 400 Kirchenvorstandssitzungen. Als Geschenk überreichten sie das gerahmte Abbild des Elisabeth-Fensters im Amtszimmer des Bottendorfer Pfarrhauses, für Schott nach eigenem Bekunden bei der Arbeit stets Anregung und Inspiration.

Dekanin Petra Hegmann dankte Schott für seine Mitarbeit in Ausschüssen und Konferenzen. Die Posaunenchöre und die beiden Kirchenchöre sorgten für die musikalische Begleitung des Gottesdienstes.

Im Anschluss wurde die gesamte Gemeinde zum Kaffeetrinken ins DGH geladen. Weiter ging es mit Festgeschenken, Grußworten, musikalischen Grüßen, vielen Erinnerungen und so mancher Anekdote.

Als Folge all der Freundschaftsbekundungen und Belobigungen müssen dem beliebten Seelsorger am Ende die Ohren geklungen haben, auch wenn jetzt die Freude auf die neuen Herausforderungen in den Vordergrund tritt.

Von Marise Moniac

Quelle: HNA

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