Gäste besuchen Hatzfeld

Die Freundschaft mit Cloyes erneuert

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Hatzfeld - Die Vorsitzende der Partnerschaftsvereinigung, Diemut Pfleging, und Bürgermeister Uwe Ermisch begrüßten insgesamt 46 Gäste, die ein Wochenende in Hatzfeld verbrachten.

Ein Grußwort sprach Jean Robert Chavigny, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Cloyes. Für die musikalische Umrahmung des Empfangs sorgte Bruno Schneider mit seiner Drehorgel. Die Martha-Gruppe der Kirchengemeinde Hatzfeld hatte die Bewirtung der Gäste übernommen. Den Abend verbrachten die Gäste in den Familien. Am zweiten Tag besuchten die Gäste gemeinsam mit ihren Hatzfelder Gastgebern zunächst die Stadt Bad Karlshafen und das Hugenottenmuseum unter sachkundiger Führung.

Das im Jahr 1980 gegründete Deutsche Hugenotten-Museum befindet sich in einer ehemaligen Tabakfabrik. In drei Stockwerken werden Exponate zur Geschichte der Hugenotten in Frankreich und Deutschland gezeigt. Für die Gäste stand eine französischsprachige Führung zur Verfügung. Zu Beginn erhielten die Gruppen eine Einführung in die Geschichte der Hugenotten in Frankreich.

Als Hugenotten bezeichnet man die von Jean Calvin geprägten Protestanten des reformierten Bekenntnisses in Frankreich ab etwa 1540. Zu den Protestanten bekannten sich zahlreiche Angehörige des Adels und der städtischen Oberschicht. Das Hugenottenkreuz als Erkennungs- und Bekenntniszeichen besteht seit etwa 1680 und besteht aus den drei Elementen Kreuz, Lilie und Taube.

Im Glasmuseum

In der ersten Etage zeigt das Hugenottenmuseum das Leben der Reformierten in Frankreich, vor allem ihre Verfolgung und Leiden. Im zweiten Stockwerk zeigt die Ausstellung die Aufnahme und die Integration der aus Frankreich in deutsche Territorien geflohenen Hugenotten, insbesondere in Brandenburg-Preußen, Hessen-Kassel und Franken. Anhand von Exponaten werden vor allem die handwerklichen Berufe gezeigt, die die Hugenotten nach Deutschland brachten. Auch Gründung und Anlage der barocken Stadtanlage der Stadt Bad Karlshafen wurde den Teilnehmern erläutert.

Nachmittags besuchten die Teilnehmer das Gradierwerk in Bad Karlshafen. Nachmittags ging es zum Glasmuseum Immenhausen in der ehemaligen Glashütte Süßmuth. Das Museum beschäftigt sich mit der nordhessischen und südniedersächsischen Glastradition in Mittelalter und der früheren Neuzeit. Außerdem wird die Geschichte der Immenhäuser Hütte und ihrer Vorgängerin behandelt. Besondere Beachtung findet dabei der Namensgeber der letzten Hütte in Immenhausen, Richard Süßmuth, der als vertriebener Schlesier in die Stadt kam. Neben den Exponaten der ständigen Ausstellung bewunderten die Teilnehmer der Fahrt die zurzeit laufende Sonderausstellung „Umsponnen, vernetzt und gekämmt - farbige Fäden auf Jugendstilglas“.

Den vergangenen Samstag verbrachten die Gäste mit den Gastgebern. Am Abend gab es noch ein gemeinsames Zusammenkommen im Bürgerhaus, bei dem die Eindrücke der gemeinsam verbrachten Tage aufbereitet wurden. Insbesondere waren die Gäste von dem Hugenottenmuseum und der Geschichte der Hugenotten in Frankreich und ihrer Integration in Deutschland beeindruckt. Die Rückreise nach Cloyes traten die Gäste am Sonntagvormittag an. (r)

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