Führungswechsel am Auhammer

Friedrich W. Jörn zurück am alten Schreibtisch

Auhammer

Battenberg - 20 Jahre lang leitete Friedrich W. Jörn die Geschicke des Battenberger Automobilzulieferers. Nach vier Jahren übernimmt er erneut den Posten des technischen Geschäftsführers.

Friedrich W. Jörn hatte im Juli 2008 die Geschäftsführung an Thomas Martin abgegeben. Er blieb aber weiterhin in der Führung der Auhammer-Muttergesellschaft ERW. „Es gab unterschiedliche Auffassungen über die technische Führung zwischen Gesellschaftern und dem technischen Geschäftsführer“, sagte der kaufmännische Geschäftsführer Dieter Koch auf Nachfrage der Frankenberger Zeitung. „Das führte zur Trennung.

Bis ein Nachfolger gefunden sei, führe Friedrich W. Jörn das Unternehmen: „Er kehrt an seinen alten Platz zurück.“ Die Trennung sei kurzfristig geschehen. Am 22. Mai, in einer Woche, sollte das neue Kernfertigungs- und Logistikzentrum eröffnet werden.

Lange im Unternehmen

Die Feier wurde wegen Martins Weggang abgesagt: Die Einladung von 4. Mai hatte er noch unterschrieben. Martin war vor seiner Tätigkeit in Battenberg bereits Geschäftsführer des Eisenwerks Brühl gewesen, einer Schwesterfirma des Auhammers. Beide gehören zu ERW-Industrieverwaltung, die von Friedrich W. Jörn mit geführt wird. Jörn war bis 2008 mehr als 20 Jahre lang Geschäftsführer des Auhammers und hatte in dieser Zeit die technische Entwicklung vorangetrieben.

Unter seiner Leitung begann die Spezialisierung auf hochwertige und temperaturbeständige Turboladergehäuse aus speziellem Stahlguss. Die Entwicklung wurde unter Martins Führung fortgesetzt. Mit ihnen soll das Eisenwerk den Sprung von der Klein- zur Großserienfertigung schaffen. Dazu dient auch das neue Kernfertigungs- und Logistikzentrum. Es ist Herzstück der Modernisierung des Betriebs, die insgesamt etwa 20 Millionen Euro kostet. Ab 2013 sollen jährlich 2,8 Millionen Turbolader produziert werden. Das Eisenwerk befinde sich weiterhin „in der Restrukturierung und in einer schwierigen Umbausituation“, sagte Dieter Koch, der zugleich betonte: „Wir sind auf dem Weg. Das eine klappt besser als das andere, das ist wie im Leben.“

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