Orgeljubiläum in Rengershausen

Frische Klänge aus einem jungen Instrument

Der evangelische Singkreis aus Rengershausen sang im Festgottesdienst „I Will Follow Him“ unter Leitung von Johanna Tripp, am Klavier begleitet von Irene Tripp.Foto: sr

Frankenberg-Rengershausen - Erntedank und Orgeljubiläum feierte die Rengershäuser Kirchengemeinde mit einem Gottesdienst in der Marienkirche. Singkreis und viele Kinder wirkten neben Pfarrer Uwe Hesse mit.

Im Zeichen der Kirchenmusik stand der Erntedankgottesdienst. Orgelbaumeister Christoph Böttner, Sohn des Erbauers Wolfgang Böttner, stellte Pfeifen aus verschiedenen Registern vor. Organist Kai Schöneweiß aus Herford liefert dazu Klangbeispiele. Die Rengershäuser Orgel besteht aus zwölf Registern mit insgesamt 732 Pfeifen. Böttner betonte, dass sein Vater nach dem Ideal der „Orgelbewegung“ versuchte, barocke Klangbilder zu beleben. Kai Schöneweiß zeigte mit einer modernen Choralbearbeitung von Ernst Pepping, wie differenziert das Instrument auch zeitgenössische Orgelwerke wiedergibt. Mit Stücken wie der „Fanfare“ von Jacques-Nicolas Lemmens demonstrierte er den Klang des 50 Jahre alten Instruments.

Konfirmanden und Eltern hatten Altar und Kirchenraum mit Erntegaben und Kerzen geschmückt. Die Jüngsten vom Kindergottesdienst unter Leitung von Carolin Jäger und Michaela Dornseif dankten mit Plakaten und Texten für die tägliche Nahrung. Sie teilten Brot an die Gläubigen aus. Pfarrer Uwe Hesse nahm in seiner Predigt den Erntedank zum Anlass, zu bewusstem Handeln mit der Umwelt, aber auch zur „liebenden Zuwendung zum Nächsten ebenso wie zu Fremden in unserem Land“ aufzufordern. Mit „Lobsinget Gott, dem Herrn“ von Camille Saint-Saëns eröffnete der Singkreis unter Irene Tripp das Programm. Es folgten Chorsätze wie der „Aaronitischen Segen“ oder „I Will Follow Him“ aus „Sister Act“.

Hesse nutzte das Orgeljubiläum, um der langjährigen Rengershäuser Organistin Kerstin Fuchs mit einem Geschenk der Kirchengemeinde zu danken. Bereits im Alter von 14 Jahren hatte sie begonnen, bei der damaligen Bezirkskantorin Irene Tripp das Orgelspiel zu lernen. Sie belegte Kurse an der Kirchenmusikschule in Schlüchtern und übernahm ab 1978 die Stelle in Rengershausen, „sehr zuverlässig und versiert“, wie der Geistliche hervorhob.(sr)

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