Besuch aus Afrika

Fröhliches Lied nach 24 Reisestunden

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Freuen sich, nach einem kompletten Tag auf Reisen endlich in Frankenberg angekommen zu sein: Die Gäste aus dem Partner-Kirchenkreis Borwa, die von den Gastgebern um Dekanin Petra Hegmann (Zweite von links) empfangen wurden.Foto: Malte Glotz

Frankenberg - Sie sind einen kompletten Tag auf Reisen gewesen, davon die Hälfte in Flugzeugen. Sie haben ihre ersten Stunden in Deutschland im Stau verbracht und schaffen es dennoch, die Liebfrauenkirche mit fröhlichem Gesang zu erfüllen: Acht Gäste aus Borwa.

Müde sehen sie aus - und das ist kein Wunder. Acht Gläubige aus dem südafrikanischen Kirchenkreis Borwa, dem Frankenberger Partnerkreis, waren mehr als einen Tag lang unterwegs, um Deutschland kennenzulernen. Sie empfangen Pfarrer Harald Wahl, der auch den Flughafentransfer durch den freitäglichen Stau am Frankfurter Westkreuz übernommen hatte, sowie Dekanin Petra Hegmann und der für den Austausch zuständige Pfarrer Horst Schiffer. Auch einige Mitglieder der Kirchengemeinde sind zur Liebfrauenkirche gekommen - die Begrüßung ist im kleinen Kreise kurz, aber herzlich.

Der erste Weg führt die Afrikaner rund um ihren künftigen Dekan, Reverend Michael Modikoe Rampou, in die alterwürdige Kirche - das Staunen ist groß. Das Gotteshaus weiß zu beeindrucken und wird sogleich als ideale Bühne entdeckt. Eben noch erschöpft, geben die Gäste für zwei Lieder das Beste, was noch in ihren Stimmen steckt und geben so ein Versprechen für all die Feste und Gottesdienste, an denen sie in den nächsten drei Wochen teilnehmen.

Und das sind einige: Das Programm der Gäste ist breit gefächert. Los geht es noch am selben Abend mit einem Willkommens-Fest in Viermünden. Heute nehmen sie ab 20 Uhr am Missionsfest in Birkenbringhausen teil. Sie besuchen Seminare, gestalten Gottesdienste mit - am Sonntag, 2. September, predigt Reverend Rampou in Viermünden - und gehen auf Reisen. „Für Lutheraner ist es natürlich etwas Besonderes, auch die Wartburg kennenzulernen“, verrät Schiffner ein Ziel der Fahrten durch Deutschland.

Die Südafrikaner sind privat bei Gastfamilien untergebracht. Ein Schwerpunkt der Reise lautet „Schule und Ausbildung“, so sollen auch dementsprechende Veranstaltungen stattfinden. Folgerichtig sind fünf der acht Mitglieder der Delegation Lehrerinnen.

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