Battenberg: Richtfest am Erweiterungsbau des Seniorenheims

"Fühlen uns der Region verpflichtet"

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Nach etwas mehr als einem Jahr Bauzeit wurde am Anbau des Battenberger Seniorenheims das Richtfest mit zahlreichen Gästen gefeiert. Im Frühjahr 2013 sollen die ersten Bewohner einziehen.Foto: Mark Adel

Battenberg - Für Kommunalpolitiker und den DRK-Kreisverband war es ein langer Weg, doch nun geht der Bau des Altenheim-Anbaus in großen Schritten voran. Am Mittwochabend wurde das Richtfest gefeiert.

Fünf Millionen investiert das Rote Kreuz in die Erweiterung des bestehenden Seniorenheims. Der Anbau soll das mehr als 50 Jahre alte und nicht mehr zeitgemäße Heim am Wingertsberg ersetzen. Voraussichtlich im Frühjahr 2013 können die Bewohner in die neuen Wohnungen umziehen. Seit Juni 2011 wird gebaut.

Insgesamt schafft das DRK am Burgberg Platz für 50 weitere Senioren. Davon sind acht Plätze für eine Demenzwohngruppe. Geschäftsführer Christian Peter hob die hellen und geräumigen Räume und die gute Lage hervor: „Die Sicht reicht weit über die Gemarkung der Stadt hinaus.“

Über Jahre hinweg hätten alle Beteiligten an einem Strang gezogen, erinnerte Peter an den langen Weg von der ersten Idee bis zur Verwirklichung. „Wir fühlen uns der Region verpflichtet“, betonte der Geschäftsführer. „Wir wollen Angebote für die Bürger in der Region schaffen.“ Er dankte den Landtagsabgeordneten Claudia Ravensburg (CDU) und Heinrich Heidel (FDP), die ebenfalls am Richtfest teilnahmen und sich für den Anbau eingesetzt hatten. „Ich freue mich schon, wenn hier viele Senioren glücklich ihren Lebensabend verbringen können“, sagte Ravensburg.

Bürgermeister Heinfried Horsel sprach von einem „Freudentag für das Deutsche Rote Kreuz, die älteren Menschen und die Stadt Battenberg“. Das Seniorenzentrum sei wichtig für die Infrastruktur der Stadt. Menschen jeden Alters könnten sich in Battenberg wohlfühlen. „Das DRK ist das Projekt mit Weitsicht angegangen, wohl wissend, dass es ein langer Weg ist.“ Ursprünglich sollte das Heim am Wingertsberg schon mit der Inbetriebnahme des Komplexes am Burgberg vor zehn Jahren geschlossen werden. Viele Bewohner wollten aber bleiben – und schließlich war das neue Heim voll belegt.

Mit der Inbetriebnahme des Anbaus erlischt die Betriebserlaubnis für den Altbau am Wingertsberg endgültig. Mit dem traditionellen Richtspruch hoffte Zimmermann Nicolas Börger auf Glück für den Bau. Rund 4,5 Millionen Euro kostet der Anbau, der direkt an das bestehende Zentrum angebunden wird und eine eigene Zufahrt von der Dodenauer Straße aus erhält. 300000 Euro hat das Rote Kreuz von der ARD-Fernsehlotterie erhalten. Vom Land kommen insgesamt drei Millionen Euro. 1,2 Millionen fließen als echter Zuschuss, rund 1,8 Millionen Euro als zinsloses Darlehen. Die Rückzahlung erstreckt sich über 20 Jahre. 1,5 Millionen Euro zahlt der Kreisverband aus eigenen Mitteln.

Weitere Gäste der Feierstunde waren Mitarbeiter des Seniorenzentrums, Vertreter des DRK-Vorstands um den Vorsitzenden Dr. Rolf Bluttner, der frühere Bürgermeister Lutz Klein, der frühere DRK-Geschäftsführer Hans-Herwig Peter, Architekt Fritz Roth mit Mitarbeitern sowie Handwerker und Bauunternehmer.

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