Team der „Aktion Tagwerk“ informierte Friedrich-Trost-Schüler über Afrika

Fußbälle aus Plastiktüten

Alltagsleben in Afrika: Theresa Solfata (links) und Melodie Ebender probieren mit Katja Möller (Mitte) Tragetücher aus, mit denen afrikanische Mütter ihre Kinder tragen. Foto: Völker

Frankenberg. Ein Infomobil mit zwei Vertretern der bundesweiten Kampagne „Aktion Tagwerk“ hat an der Frankenberger Friedrich-Trost-Schule haltgemacht. Die Aktion sollte den Schülern die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen in afrikanischen Ländern vor Augen führen.

Damit sollten die Förderschüler auf ihren Aktionstag am 6. Juni eingestimmt werden, an dem sie einen Tag arbeiten gehen oder Hilfsdienste leisten. Ihren Lohn spenden sie für Hilfsprojekte für Gleichaltrige in Afrika.

Unter Anleitung von Fabienne Elzer (21) und Tobias Grote (20) vom Team der Aktion Tagwerk lernten die Klassen 1 bis 5 in einem Spieleparcours den afrikanischen Alltag ganz praktisch kennen: Kleidungsstücke und Nahrungsmittel etwa gaben den Kindern eine Vorstellung vom Leben der Menschen in Afrika.

Auf dem Kopf balancieren

Bei den Jungen weckte vor allem der Fußball aus zusammengebundenen Plastiktüten Neugier. Die Mädchen versuchten, ein Behältnis zum Wassertransport auf dem Kopf zu balancieren oder ein Baby im Tragetuch zu tragen. Alle hatten Spaß und lernten gleichzeitig, wie schwer das Leben in Afrika ist.

Die Klassen 6 und 7 „testeten“ ihr Wissen in einem Quizspiel. Hier bekamen die Schülerinnen und Schüler nicht nur einen Einblick in den Alltag und die Kultur Afrikas. Auch die Schattenseiten von Ländern wie Burundi und Ruanda wurden nahe gebracht.

In einem Vortrag mit vielen Fotos, kurzen Videos und Quizfragen lernten die Jugendlichen der Jahrgangsstufen 8 und 9 die Existenzprobleme Gleichaltriger in Ruanda und anderen Ländern Afrikas kennen.

Die Friedrich-Trost-Schule beteiligt sich bereits zum fünften Mal an dem bundesweiten Aktionstag und hofft auch in diesem Jahr auf breite Zustimmung.

„Unseren Schülerinnen und Schülern soll bewusst gemacht werden, dass Gleichaltrige in anderen Teilen dieser Erde in großer Armut leben“, sagt Elke Mitze, stellvertretende Schulleiterin. „Eine Schulausbildung und ausreichend Nahrung sind dort keine Selbstverständlichkeit. Die Aktion Tagwerk gibt unseren Schülern die Möglichkeit, aktiv einen kleinen Beitrag für mehr Gerechtigkeit in dieser Welt zu leisten.“ (zve)

Quelle: HNA

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