Förderverein übernahm Kosten für Anschaffung

Gänsegeier Fördi neuer Star im Wildtierpark Edersee

Thront stolz auf dem Geierfelsen: der neue Gänsegeier Fördi. Foto:  Schade

Edersee. Zuwachs in der Greifenwarte im Wildtierpark Edersee: Ein weiterer Gänsegeier wurde angeschafft. Jetzt sind die riesigen Vögel zu dritt.

Vor knapp einem Jahr startete die Greifenwarte im Wildtierpark Edersee ein europaweit einmaliges Wildflugprojekt mit zunächst zwei Gänsegeiern auf einem offenen Geierfelsen. Seit ein paar Tagen sind die riesigen Vögel zu dritt: Mit Hilfe des Fördervereins wurde aus dem baden-württembergischen Tierpark Tripsdrill ein weiterer Geier angeschafft.

Gänsegeier Fördi ist ein stattliches Tier mit einer Flügelspannweite von 2,5 Metern und einen Gewicht von rund acht Kilogramm und konnte sich schon in den Wintermonaten in einer Voliere in seiner neuen Heimat einleben. Der Förderverein für den Wildtierpark Edersee hat die Kosten von 6000 Euro für den Kauf des Geiers aus dem Tierpark Tripsdrill bei Stuttgart übernommen.

Können sich jederzeit frei bewegen: die drei Gänsegeier des Wildflugprojektes im Wildtierpark Edersee. Foto:  Schade

„Das Wildflugprojekt ist ein spannendes Projekt, das wir gern unterstützen“, sagte der Vorsitzende und Edertaler Bürgermeister Klaus Gier bei der Vorstellung des neuen Bewohners auf dem Geierfelsen.

Statt in einer Voliere zu leben, können sich die drei Gänsegeier frei bewegen und nach Herzenslust in die Lüfte steigen. Am Geierfelsen holen sie sich ihr Futter ab. „Wir wussten anfangs nicht, wie sich die Geier einleben. Das Risiko, dass sie fortfliegen, ist unkalkulierbar“, sagte Falkner Ludger Kluthausen. Bisher ist aber alles gut gegangen. Die freilebenden Geier wurden zur weiteren Attraktion im Wildtierpark Edersee.

Zum unternehmungslustigen Trio auf dem Geierfelsen zählt Geier Documento, ein 30 Jahre alter Vogel, der schon auf der Documenta in Kassel mitwirkte. Bisher stand ihm „Der Spanier“ zur Seite, ein männlicher Wildvogel aus Spanien, der laut Kluthausen angeschossen und im Tiermedizinischen Institut der Uni Gießen wieder aufgepäppelt wurde. Kluthausen: „Trotz seiner Behinderung – er hat etwas Schlagseite – dreht er ganz glücklich seine Runden.“

Seit einer Woche komplettiert Fördi – benannt nach dem Förderverein – das freilebende Trio. Die mit einem Jahr noch junge Geierdame, die erst in ein paar Jahren geschlechtsreif wird, fühlt sich laut Kluthausen bereits heimisch am Edersee, „Wir hoffen, dass sie hierbleibt und vielleicht irgendwann sogar brütet.“

Denn gegen weiteren Zuwachs am Geierfelsen hätten er und seine Kollegen nichts. Auch nicht, wenn sich wilde Geier, die den Edersee überfliegen, dem Trio anschließen. Kluthausen: „Geier haben gute Augen. Die erkennen sogar aus 3000 Meter Höhe ihre Artgenossen.“

Quelle: HNA

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