Neuludwigsdorf

Gastwirt Werner Steuber feiert 25-jähriges Jubiläum

- Bromskirchen-Neuludwigsdorf (apa). „Beim Werner auf der Pfütze“ – jeder Bromskircher und manch anderer weiß sofort, wer und was damit gemeint ist, sagte Uwe Treude: der Landgasthof von Werner Steuber in Neuludwigsdorf.

Seit 25 Jahren führt Werner Steuber den Gasthof im idyllischen Dorf an der Landesgrenze. Gestern feierte der Gastwirt dieses Jubiläum im Rahmen eines Empfangs mit mehr als 60 Gästen: Familienmitglieder, Freunde, langjährige Wegbegleiter, Nachbarn, Geschäftspartner, Lieferanten und Kollegen gratulierten dem 57-Jährigen.

Werner Steuber blickte mit seinen Gästen zurück auf die vergangenen 25 Jahre. Er hatte das Gasthaus von seinen Eltern zum 1. Januar 1985 „in aller Ruhe und in aller Stille“ übernommen. Mit seiner Frau Christiane hatte er zu diesem Zeitpunkt schon acht Jahre lang im Betrieb mitgearbeitet.

Er erinnerte an die verschiedenen Weiterentwicklungen des Landgasthofs, für die er immer wieder investierte: die Erneuerung der Gästezimmer und die Ausstattung mit einem Bad für jedes Zimmer, das Aufstocken und die Einrichtung einer Ferienwohnung auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Steuber rief auch die schweren Zeiten in Erinnerung. Der Tod seines Vaters im Jahr 1997 habe „den Alltag verändert“, sagte er. Die beiden älteren Töchter Melanie und Christina verließen das Haus für ihre Ausbildung, und dann zog seine Frau mit der jüngsten Tochter Marina aus. „So stand ich dann mit meiner Mutter hier“, erinnerte sich Werner Steuber. Seiner Mutter Herta dankte er daher von ganzem Herzen. Die Gäste applaudierten, als er die 83-Jährige nach vorn rief. Außerdem bedankte sich Werber Steuber bei seinen Mitarbeiterinnen für ihre Loyalität.

Dr. Peter Sacher von der Industrie- und Handelskammer überreichte die Urkunde und betonte, dass die alteingesessene Gastwirtschaft auch heute noch das Kommunikationszentrum im Ort sei. Steuber sei es gelungen, neue Kundengruppen zu erschließen, ohne die alten zu verprellen. „Diese Kunst kann nur gelingen, wenn man mit dem nötigen Fingerspitzengefühl an die Sache herangeht“, sagte Sacher. Es sei leichter, ein Gastronom in einem Ort wie Willingen zu sein, doch die Aufgaben an einem Standort wie Neuludwigsdorf seien spannender und vielfältiger. Dr. Peter Sacher lobte auch Steubers ehrenamtliches Engagement für seine Branche. Der Neuludwigsdorfer ist Vorsitzender des Frankenberger Kreisverbands im Hotel- und Gaststättenverband (HOGA). Sein Stellvertreter in diesem Amt ist Hjalmar Schmitt aus Allendorf (Eder). „Es ist eine Leistung, einen solchen Landgasthof zu führen“, betonte Schmitt.

Karl-Ernst Seebach, Vorsitzender des HOGA-Bezirksverbands Nord-/Osthessen, betonte, dass die alten Dorfgaststätten immer mehr an Bedeutung verlören, und verwies auf die immer schwieriger werdenden Umstände für Gastwirte. Auch er überreichte eine Urkunde.

Uwe Treude gratulierte in Doppelfunktion: Zum einen als Erster Beigeordneter der politischen Gemeinde Bromskirchen, zum anderen als Freund und Nachbar.

Werner Steubers Geschwister Rosi und Christian überbrachten die Glückwünsche im Namen der Familie, ein weiteres Grußwort sprach der Ehrenvorsitzende des HOGA-Kreisverbands, Heini Vöhl.

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