Gebäude verkauft: Aus für Dampfmaschinen-Museum in Schreufa

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Dampfmaschinenmuseum muss ausziehen: Nicht mehr lange wird die blaue Dampframme aus dem Hamburger Hafen weithin sichtbares Wahrzeichen sein. Die Museumsgebäude im Unternehmenspark Nord sind verkauft worden und werden künftig wirtschaftlich genutzt. Foto:  Völker

Frankenberg. Aus für das Dampfmaschinen-Museum in Schreufa: Nach fast zwei Jahrzehnten hat die Kremer GmbH die letzte, bisher vom Museum genutzte Immobilie auf dem einstigen Stoelcker-Gelände verkauft.

Das einmal mit viel Idealismus gestartete „Dampfmaschinen-Museum Frankenberg“ und die mit ihm verbundene Kulturarbeit im Unternehmenspark Nord bei Schreufa gehen damit zu Ende. Einziehen wird in die ehemaligen Museumsräume zum 1. August eine Speditionsfirma aus der Region, deren Name nicht genannt wurde.

Im Mai hatte dort nochmals eine Aufführung der Theater-AG der Edertalschule stattgefunden. Auch dafür stehen die Räume nicht mehr zur Verfügung.

„Wir wollten dieses Museum als Teil der frühen Industriegeschichte unserer Region erhalten, haben auch viel Geld und Kraft in dieses Projekt investiert“, erklärte Günter Beil, Geschäftsführer der Kremer GmbH, gegenüber der HNA. Es seien aber in den letzten Jahren sämtliche Versuche mit Stadt, Landkreis und Förderverein fehlgeschlagen, einen öffentlichen Träger für das Dampfmaschinenmuseum zu finden.

Auch der Betreiber eines Freizeitzentrums habe abgesagt, bedauerte Beil. Seine Gesellschaft habe keine Möglichkeit mehr gesehen, hier weiter zu investieren.

Es gebe Überlegungen, wertvolle Exponate zunächst in zwei leerstehenden Thonet-Hallen unterzustellen, eine Ausstellung sei bisher allerdings noch nicht geplant.

Einen Rückblick auf die Geschichte des Dampfmaschinen-Museums lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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