Lichterkirche im Kloster Haina

Gebete und Gesang im Kerzenschein

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Zahlreiche Besucher waren der Einladung der Pfarrerinnen Andrea Wöllenstein und Beate Ehlert gefolgt. Fotos: Ramona Strohwald

- Erneut wurde das Zisterzienserkloster zur Lichterkirche: Taizé-Gesänge, Kerzenlichter und eine lange Schweigezeit sorgten für eine besondere, meditative Atmosphäre.

Am Sonntag begrüßte die Marburger Pfarrerin Andrea Wöllenstein zusammen mit Pfarrerin Beate Ehlert zur diesjährigen Lichterkirche im Zisterzienserkloster Haina. Die Kirche war mit vielen Kerzen auf dem Altar und in den Gängen geschmückt. Zudem erhielt jeder Gast ein Teelicht in einem Glas, das im Laufe des Abends entzündet wurde.

Musikalische Untermalung bekam der Gottesdienst durch verschiedene Taizé-Gesänge des Chors „Kreuz & Quer“ aus Bauerbach. Mit einem Begrüßungslied eröffneten die Marburger Chorsänger die Lichterkirche.

Gegen Ende des Liedes verschwanden sie singend im hinteren Bereich des Altars, wo sie nicht mehr zu sehen waren. Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes blieb der Chor an dieser Stelle.

Ungewöhnliche Stille

Ein besonderer Moment war die Schweigezeit: Ungewöhnlich lange fünf Minuten herrschte Stille in der Klosterkirche. Die zahlreichen Gäste schlossen die Augen, beteten oder genossen die ungewohnte Ruhe. Die besondere Atmosphäre bekam einen wunderbaren Ausklang, als Andrea Wöllenstein zur freien Bewegung in der Kirche aufrief. Am Ende trafen sich die Gemeinde und der Chor an den Stufen zum zweiten Altar, um gemeinsam die letzten Lieder zu singen. - Die Lichterkirche in Haina wurde vor einigen Jahren durch Pfarrer Dr. Jörg Mosig ins Leben gerufen. Nach Mosigs Weggang übernahm Sprengelpfarrerin Andrea Wöllenstein die Verantwortung. Dieser besondere Gottesdienst zieht in jedem Jahr Besucher aus der näheren Umgebung sowie aus dem weiteren Umkreis nach Haina.

(Von Ramona Strohwald)

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