Gebühren für private Nutzung des Martin-Luther-Hauses deutlich gestiegen

Vor dem Martin-Luther-Haus: Der Frankenauer Pfarrer Harald Wahl hat zusammen mit dem Kirchenvorstand die Gebühren für die private Nutzung des Gebäudes erhöht. Hauptgrund sind die steigenden Energiekosten. Fotos: Daum

Frankenau. Es ist laut Frankenaus Pfarrer Harald Wahl das am häufigsten genutzte öffentliche Gebäude in Frankenau: Das Martin-Luther-Haus. Doch die Unterhaltung dieses Hauses durch die Kirchengemeinde ist teuer.

So teuer, dass die Gebühren für eine private Nutzung des Martin-Luther-Hauses seit Anfang dieses Jahres deutlich angestiegen sind.

Wer als Privatperson das gesamte Haus für einen Tag mieten will, muss nun 160 Euro anstatt 100 Euro zahlen. Die Tagesmieten für die Nutzung der oberen Etage (jetzt 120 Euro) und die der unteren Etage (jetzt 80 Euro) haben sich jeweils verdoppelt.

„Wir haben die Mietpreise seit acht Jahren nicht mehr angepasst“, betont Wahl, der die gestiegenen Energiekosten als Hauptgrund für die notwendig gewordene Gebührenerhöhung nennt. „Die spielen zu zwei Drittel mit rein“, sagt er. Mehrkosten bei Grundsteuer, Müllentsorgung und Wasser machten das restliche Drittel aus. „Die Stadt Frankenau hat einige Gebühren erhöht, weil sie das als Schutzschirmkommune machen musste. Diese Gebührenerhöhungen schlagen sich bei uns im Martin-Luther-Haus nieder. Die Kirchengemeinde muss also ebenfalls die Gebühren für die private Nutzung des Gebäudes erhöhen, um die Kosten reinzuholen“, sagt Wahl. Um die Dämmung ein bisschen zu erhöhen und die Heizkosten zu verringern, werden nun außerhalb der Nutzung - zumeist nachts - die Rollläden in den Fenstern heruntergelassen.

Der Pfarrer berichtet, dass die Kirchengemeinde die Unterhaltung zur Hälfte alleine stemmen muss. Das geschehe vor allem mit Spenden. Den Rest steuere die Landeskirche bei. „Nach der Fusion der Kirchenkreise müssen aber nun mehr Gebäude unterhalten werden, allerdings mit dem gleichen Etat wie vor der Fusion. Es ist daher schwieriger geworden, Mittel von der Landeskirche zu bekommen“, sagt Wahl. Das Geld fließe ohnehin erst in Kirchen und Pfarrhäuser. „Gemeindehäuser stehen nicht an erster Stelle“, sagt der Pfarrer, der mit Blick auf das Martin-Luther-Haus aber betont: „Es braucht keiner Angst haben, dass das Haus wegen der steigenden Kosten geschlossen wird. Es gibt im Umkreis kein weiteres Haus in dieser Form, daher ist der Fortbestand garantiert.“  

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Quelle: HNA

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