Gedächtnis-Coach zeigte Grundschülern, wie sich Sachen merken lassen

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Konnten sich spielend Sachen merken: Die Drittklässler der Grundschule Röddenau mit Merkmeister Ralf Hofmann und Klassenlehrerin Esther Depner.

Röddenau. Meister Joda kommt in den Raum. Er geht an einem Elefanten vorbei, spielt eine Runde Golf, baut einen Schneemann, winkt den Kindern zu, läuft gegen einen Pfosten und fährt schließlich mit seinem Dreirad weg. Ergibt keinen Sinn? Doch!

Denn jede Tätigkeit und Station der imaginären Figur steht für eine Zahl. Was wofür steht hat Gedächtnis-Trainer Ralf Hofmann den Drittklässlern der Röddenauer Grundschule beigebracht.

Die sechs Zahlen zusammen ergeben eine Telefonnummer. Die Ziffern an sich hätten sich die Kinder nicht ohne weiteres merken können. Die phantasievolle Geschichte dagegen bleibt hängen – zumal sie auch noch im Klassenraum von den Schülern schauspielerisch vorgeführt wurde.

Ralf Hofmann besucht Schulen und bringt Kindern bei, ihr Gedächtnis besser zu nutzen. Der 45-Jährige hat sich dafür die Bezeichnung Merkmeister gegeben.

„Ich gehörte selbst zu den Schülern, die es ganz schwer hatten“, erklärt Hofmann. Obwohl er sich sehr angestrengt und viel gelernt habe, habe er „oft auf der Kippe zur Fünf gestanden“. Auch mit Auswendiglernen habe er es damals probiert, bei Vokabeln etwa. Am nächsten Tag sei aber alles weggewesen, der Test ein Reinfall.

Seine eigenen Erfahrungen haben Hofmann dazu gebracht, sich mehr mit dem Thema zu beschäftigen. Er las Bücher über das menschliche Gedächtnis und besuchte Seminare. Nach und nach habe er begriffen, worauf es ankommt, und ein Programm zusammengestellt, mit dem er nun durch Schulen tourt.

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Quelle: HNA

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