Gnadenhof in Vöhl nimmt das Tier auf

Geflüchtete Ziege darf weiterleben

Bottendorf/Vöhl. Die Ziege, die sich mit einem Sprung über einen zwei Meter hohen Zaun vom Hof des Bottendorfer Metzgers Schneider vor dem Schlachten gerettet hat und seither immer wieder in Bottendorfer Gärten auftauchte, ist eingefangen worden – und darf weiterleben. Der Gnadenhof in Vöhl hat sie aufgenommen.

„Sie frisst und fühlt sich wohl bei den anderen Ziegen“, sagte Normann Siegel vom Gnadenhof. Mit Hilfe einer Bottendorferin, zu der die Ziege bei Besuchen im Garten etwas Zutrauen gefasst hatte, war es gelungen, das Tier zu fangen. Es ist mittlerweile von einem Tierarzt untersucht worden. Der stellte nicht nur fest, dass die Ziege gesund ist, sondern dass sie auch trächtig ist, schildert Siegel der HNA.

Jetzt im Gnadenhof Vöhl: Die Ziege vom Biermannshof.

Das Tier stammt vom Biermannhof zwischen Frankenberg und Bottendorf. Dort melkt die Familie Weiland-Morlinghausen 50 Ziegen und macht daraus Käse. Laut Michael Weiland-Morlinghausen war es das erste Mal, dass Ziegen zum Metzger gebracht wurden. Denn die Herde sollte nicht noch weiter wachsen.

Er mache dem Metzger keinen Vorwurf, dass das Tier abgehauen sei. „Im Gegenteil, ich bin froh, dass es in der Gegend überhaupt noch einen Metzger gibt, der selbst schlachtet.“ In einer Fabrik mit vollautomatischer Schlachtung hätte das Tier keine Chance gehabt, sagte er. (mab)

Quelle: HNA

Kommentare