Gefriergemeinschaft Laisa hat sich aufgelöst

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Mit Erinnerungsstücken: (von links) Kassierer Robert Paulus, Vorsitzender Günther Belz mit einer Tafel, rechts Geschäftsführer Stefan Waßmuth mit dem früheren Schaltkasten der nun aufgelösten Gefrieranlage Laisa.

„Samstags musste man oft eine Viertelstunde warten, wenn man an sein Gefrierfach wollte“, erinnert sich Robert Paulus, der zuletzt die Kasse verwaltete.

Vor über 50 Jahren, als die Gefriergemeinschaft am 1. Januar 1959 in den Kellerräumen der damaligen Spar- und Darlehnskasse Laisa ihre Arbeit aufnahm, sei das jedoch „eine tolle Sache“ gewesen, erinnert sich Paulus.

In Laisa gab es eine Rotofrost-Anlage. Sie bestand aus einem Karussell mit 128 Fächern, einem separaten Vorfroster und einem Kühlraum. Über einen Schaltkasten konnte man seine Fächer ansteuern, die ein Karussell dann nach vorn förderte. „Es bestand auch die Möglichkeit, in den Räumen der Gefrieranlage Schweine und Rinder zu zerlegen und dann sofort in den Kühlraum zu hängen“, berichtet Robert Paulus. „Auch bei Hausschlachtungen wurde die Anlage rege genutzt.“

In vielen Dörfern gründeten sich in den 1950er-Jahren „Gefriergemeinschaften“, weil in der Nachkriegszeit kaum jemand Geld für eine Tiefkühltruhe hatte. So wurden Gesellschaften gegründet, ein Raum angemietet und zur Finanzierung der Technik ein Kredit aufgenommen. In Laisa verständigten sich die Gründungsmitglieder der Gefriergenossenschaft darauf, 20.000 DM als Kredit aufzunehmen und weitere 10.000 DM durch eine Umlage zu finanzieren. Sie lag bei 85 DM pro Gefrierfach. (off)

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Quelle: HNA

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