Ausstellung „Jüdische Schicksale aus unserer Region“

Gegen das Vergessen

Die Erinnerung wachhalten: Mit jüdischen Schicksalen befasst sich der Geschichtsverein Battenberg, der vom 13. April bis 8. Mai eine Ausstellung sowie zwei Vorträge am 13. April und am 4. Mai im alten Rathaus Battenberg ausrichtet. Foto: nh

Battenberg. Eine Ausstellung mit dem Titel „Jüdische Schicksale aus unserer Region“ ist vom 13. April bis 8. Mai im Foyer des Stadtmuseums Battenberg im alten Rathaus zu sehen. Sie kann mittwochs und sonntags von 14 bis 17 Uhr besucht werden.

Inspiriert durch die Stolpersteinverlegung im vergangenen Dezember in Laisa hat der Geschichtsverein Battenberg in Zusammenarbeit mit weiteren Initiativen der näheren Umgebung die Ausstellung in Bildern und Dokumenten erarbeitet. Kernpunkt sind die Schicksale beispielhaft ausgewählter jüdischer Familien aus Battenberg, Battenfeld, Elsoff, Laisa, Oberasphe, Vöhl und Wetter.

Daneben werden ortsübergreifende Aspekte der jüdischen Geschichte sowie – in Kooperation mit dem Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde – der Geschichte des Nationalsozialismus in der Region veranschaulicht. So wird etwa der Frage nachgegangen, in welchen Orten Juden gelebt haben, und wo es Synagogen oder jüdische Friedhöfe gegeben hat – aber auch, wo sich offizielle Einrichtungen der nationalsozialistischen Herrschaft befanden.

Weiterhin ist zur Eröffnung der Ausstellung am 13. April sowie gegen Ende der Ausstellung am 4. Mai jeweils um 19 Uhr eine Vortragsveranstaltung geplant, in der durch Referenten Aspekte der Ausstellung näher beleuchten werden. Beide Veranstaltungen finden jeweils im Foyer des Stadtmuseums statt. Beide sind, wie die Ausstellung auch, öffentlich. Die Schirmherrschaft für die Ausstellung hat Bürgermeister Heinfried Horsel übernommen.

„Erinnern! Nicht vergessen!“ ist das Thema des Vortrags von Karl-Heinz Stadtler aus Vöhl am 13. April. Er geht der Frage nach, dass und warum man sich auch mehr als 65 Jahre nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland mit der Verfolgung und Ermordung der Juden durch Deutsche auseinandersetzen muss. Er will mit seinem Vortrag dazu aufrufen, durch Wachsamkeit und Sensibilität zu verhindern, dass Menschen jemals wieder in ähnlicher Weise mit ihren Mitmenschen umgehen.

Für den musikalischen Rahmen sorgt die Gitarrengruppe „Convers Group“ unter Leitung von Johannes Treml. (zpi)

Quelle: HNA

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