Löhlbach

Geldautomat der Frankenberger Bank gesprengt

- Löhlbach (rou). Erneut ist die Filiale der Frankenberger Bank in der Raiffeisenstraße zu einem Tatort geworden. Unbekannte haben in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag den Geldautomaten gesprengt.

Nach den ersten Ermittlungen der Korbacher Kriminalpolizei betrat am Donnerstag um 3.20 Uhr ein maskierter Täter die Geschäftsstelle. Anwohner gaben später bei der Zeugenbefragung durch die Polizei zu Protokoll, dass sie gegen 3.30 Uhr einen lauten Knall gehört hätten. Das Geräusch hätten sie aber einer defekten Heizung zugerechnet, teilte Polizeisprecher Volker König der WLZ-FZ mit. Eine andere Zeugin habe angegeben, kurz darauf das Zuschlagen von Autotüren vernommen zu haben. Dies lasse auf mehrere Täter schließen, so der Sprecher. Bemerkt wurde der Einbruch erst um 6.20 Uhr von einer Zeugin, sie verständigte die Polizei. Nach der Spurenaufnahme durch Experten der Kriminalpolizei stand fest, dass die Täter den Geldausgabeautomaten um 3.36 Uhr gesprengt hatten. Warum die Tat noch vor der Öffnung des Automaten abgebrochen wurde, konnte bislang nicht ermittel werden. Beute machten die Räuber jedenfalls nicht. Durch die Sprengung wurden allerdings der Raum und das Gehäuse des Automaten stark in Mitleidenschaft gezogen. Der Sachschaden beläuft sich auf mehr als 20 000 Euro.

Nach Polizeiangaben dürfte die Tat in Löhlbach mit einem Raub im 35 Kilometer entfernten Willingshausen-Wasenberg im Schwalm-Eder-Kreis in Zusammenhang stehen. Nur etwa eine Stunde zuvor hatten unbekannte Täter einen Geldausgabeautomaten der VR-Bank-Filiale gesprengt und rund 2000 Euro erbeutet. Der Sachschaden beläuft sich wie in Löhlbach auf etwa 20 000 Euro. Laut Polizeisprecher Reinhard Giesa sahen Zeugen zwei Personen zu einem dunklen Auto laufen, mit dem sie in unbekannte Richtung wegfuhren. Beide Personen sollen Kapuzen über dem Kopf getragen haben. Die sofort eingeleitete Fahndung der Polizei verlief ohne Erfolg. Die Spuren in der VR-Bank nahmen Sprengstoffspezialisten der Kriminalinspektion Schwalm-Eder, des Landeskriminalamtes und der Erkennungsdienst des Polizeipräsidium Nordhessen auf.

Die Polizei geht davon aus, dass die Geschäftsstellen in Löhlbach und in Wasenburg von den Tätern ausspioniert worden sind. „Dies kann Tage oder Wochen zurückliegen“, erklärte Volker König, der die Bewohner um Hinweise bittet, Telefon 05631-9710. Nach dem gleichen Muster gingen Unbekannte schon im Juli in einer anderen Geschäftsstelle der VR-Bank Hessenland vor. Damals wurde der Geldausgabeautomat in Niedergemünden gesprengt. Und auch die Löhlbacher Geschäftsstelle der Frankenberg Bank war schon das Ziel von Räubern. Im Juni 2006 sprengten Unbekannte den Geldautomaten und erbeuteten rund 25 000 Euro. In dieser Nacht wurde zudem eine weitere Raiffeisenbank im Landkreis Fulda heimgesucht. Dort fielen den Tätern zwischen 35 000 und 50 000 Euro in die Hände.

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