Battenberg

Gemalte Rockmusik

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- Hallenberg/Battenberg-Frohnhausen (r). Rockmusik in Zeichnungen, Gemälden und Skulpturen festzuhalten – dies war das Ziel der Künstlerin Marlit Peikert. Sie hat zwei Jahre lang die Rockband „Accepted“ begleitet und ihre Eindrücke im Skizzenbuch festgehalten.

Die anhand der Skizzen entstandenen Kunstwerke von Peikert sind derzeit im Hallenberger Kump zu sehen. Mit ihren Zeichnungen versuchte die Künstlerin, nicht nur die Musiker in Aktion, sondern auch die unterschiedlichen Stimmungen einzufangen und die Musik in Bilder umzusetzen. In zahlreichen Skizzen auf einer langen Papierrolle hielt sie typische Bewegungen und Haltungen der Musiker an ihren Instrumenten fest. Das Augenmerk lag dabei sowohl auf den einzelnen Bandmitgliedern, als auch auf der ganzen Band in ihrer Einheit.

Hallenbergs Bürgermeister Michael Kronauge sagte bei der Ausstellungseröffnung im Kump: „Die Band Accepted hat geschafft, was vor ihnen nur die Beatles und Bon Jovi geschafft haben: Sie wurden zwei Jahre lang von einer Künstlerin begleitet, die sie in allen Bandphasen gezeichnet, gemalt oder gebildhauert hat.“ Neben der Künstlerin begrüßte Kronauge auch deren Modelle: Willy Reder, Heinz-J. Kappe, Heiko Schäfer, Horst Fries und Wenzel Linder von „Accepted“ ließen es sich nicht nehmen, die Vernissage mit einigen ihrer Stücke abzurunden – und auch ein wenig aus dem Nähkästchen der Rockmusik zu Plaudern. So erzählten Willy Reder und Heiko Schäfer den zahlreichen interessierten Ausstellungsbesuchern vom Beginn der künstlerischen Zusammenarbeit mit der Illustratorin.

Nach einem Konzert sei Marlit Peikert auf die Band zugekommen und habe angefragt, „ob man nicht mal etwas zusammen machen“ wolle. Zuerst seien sie verwundert gewesen und hätten sich gefragt, wie eine solche Zusammenarbeit wohl aussehen könne, schilderten die Musiker. Nach einem weiteren Konzert warfen sie dann allerdings einen Blick in das Skizzenbuch der Künstlerin. „Wir waren ganz schön baff. Und zugegebenermaßen auch unglaublich gebauchpinselt“, sagte Willy Reder lachend.

Nachdem das erste Skizzenbuch gefüllt war, hatte Marlit Peikert die Idee, einzelne Szenen daraus auch in Acryl zu malen. Zuerst schuf sie Bilder zu den einzelnen Instrumenten, danach entstanden Einzelportraits der Musiker, schließlich Bilder der ganzen Gruppe und sogar Skulpturen. Im Laufe der Zeit wurden die Motive zunehmend abstrakter, farbiger, größer und freier in der Darstellung.

Die Ausstellung ist noch bis 15. Juli im Hallenberger Infozentrum Kump zu sehen. Öffnungszeit sind montags bis samstags von 10 bis 12 Uhr und Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag nachmittags von 15 bis 17 Uhr. An den Sonntagen ist die Ausstellung von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Dann ist auch die Künstlerin anwesend.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Donnerstag, 7. Juli

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