Bürgermeister will Frankenberg zur "Schmerzfreien Stadt" machen

Gemeinsam gegen Schmerzen

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Frankenberg - Eigentlich haben alle dasselbe Ziel: Ärzte, Kranken- und Altenpfleger, Therapeuten, Pflegedienst- und Hospizmitarbeiter sowie Psychologen wollen, dass es ihren Patienten möglichst gut geht. Dennoch leiden viele Menschen unter akuten oder chronischen Schmerzen. In Frankenberg soll sich das ändern.

Dass ein Patient nach einer Operation, während einer ernsthaften Erkrankung oder aufgrund von chronischen Problemen so behandelt wird, dass er möglichst wenig Schmerzen erleidet, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Die Realität sieht aber oft anders aus – obwohl es durchaus probate Mittel gibt, Schmerzen zu lindern. Doch oft scheitert das schon daran, dass das Ausmaß des Leids den behandelnden Personen gar nicht bekannt ist. An dieser Stelle hat 2010 das Projekt „Schmerzfreie Stadt Münster“ angesetzt – und die Erfahrungen und Forschungsergebnisse daraus will Bürgermeister Rüdiger Heß nun für Frankenberg nutzen. Initiator des Projekts in Westfalen war Professor Dr. Jürgen Osterbrink. Er verwies am Donnerstagabend in Frankenberg vor Ärzten, Therapeuten und Vertretern der heimischen Pflegeeinrichtungen auf 12 bis 14 Millionen Deutsche, die unter anhaltenden oder wiederkehrenden Schmerzen leiden. „Das ist keine Randgruppe“, betonte Jürgen Osterbrink. Ein solches Projekt koste Zeit und Geld. „Es braucht einen niedrigen, aber substanziellen Millionenbetrag“, sagte der Professor. „Und man braucht einen langen Atem und Struktur.“ Heß will nun eine Konzeption erarbeiten und damit auf das Sozialministerium zugehen. Vielleicht könne die „Schmerzfreie Stadt“ über ein Pilotprojekt ermöglicht werden.

(Von Andrea Pauly)

Den ausführlichen Text lesen Sie in der Samstagausgabe der Frankenberger Zeitung.

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