Frankenberger Christen feiern gemeinsam

Gemeinsam auf gutem Wege

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Evangelische und katholische Jungen und Mädchen der Frankenberger Kindergärten erfreuten die Festgäste mit Spielszenen und Liedern. Regie führte Erzieherin Pia Mörchen. Fotos: Horst Giebel

Frankenberg - Die Ökumene bringt Christen über Konfessionsgrenzen hinweg zusammen. Deshalb feierten die großen Frankenberger Gemeinden ein Fest der Gemeinsamkeit.

Katholische und evangelische Christen haben am Sonntag im katholischen Gemeindezentrum ein fröhliches und zugleich informatives ökumenisches Gemeindefest gefeiert. Der Reinerlös kommt diesmal der „Frankenberger Tafel“ zugute. Ehrenamtliche Helfer sorgten für ein abwechslungsreiches Programm sowie für Speis und Trank.

Das Fest begann um 11 Uhr mit einem gut besuchten ökumenischen Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt. Pater Norbert J. Rasim hieß die Besucher willkommen, unter ihnen zahlreiche ehrenamtlichen Tafelmitarbeiter. Die Predigt hielt Pfarrer Horst Schiffner von der evangelischen Kirchengemeinde zum Thema Nächstenliebe, Gastfreundschaft und „miteinander Tafeln“. Voraus ging ein Dialog mit Kirchenvorstandsmitglied Brigitte Giebel und ihrer Puppe „Hannes“; Thema: Sinn und Zweck der Ökumene.

Schiffner sagte: „Je mehr wir von der jeweils anderen Konfession verstehen, um so besser können wir miteinander umgehen.“ Gemeinsame Seniorennachmittage und Gesprächsabende, sowie Schulanfängergottesdienst und mehr seinen erfolgreiche gemeinsame Aktionen, unterstrich der Geistliche: „Wir haben eine gemeinsame christliche Verantwortung im Blick auf die Nächstenliebe“. In einem Gebet äußerte Schiffner die Hoffnung, „das eines Tage katholische und evangelische Christen das Abendmahl miteinander empfangen. Wir sind auf gutem Weg miteinander“. Der evangelische Posaunenchor unter Kantorin Beate Kötter und der Chor der katholischen Gemeinde unter Anne Will umrahmten den Gottesdienst.

Nachmittags stellten Dekanin Petra Hegmann, Gisela und Horst Euring, Susanne und Horst Schiffner den Festbesuchern die „Frankenberger Tafel“ vor. Momentan werden rund 700 Kunden von der Einrichtung bedient. Es gibt 70 ehrenamtliche Tafelmitarbeiter, davon etwa 30 in Frankenberg. Die Tafel wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Pro Jahr sind rund 21000 Euro erforderlich, um über die Runden zu kommen. Hegmann dankte für geleistete Unterstützung und bat um weitere Spenden. – Auf dem Freigelände tummelten sich derweil Kinder bei allerlei Spielen und unter der Leitung von Pia Mörchen sangen und agierten katholische und evangelische Kindergartenkinder. Jugendwart Michel Lutz und Begleiter sorgten mit Gitarren und frischen Liedern für musikalische Unterhaltung. Zudem gab es noch ein Märchenraten mit Pater Norbert.

Von Horst Giebel

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