Hugenotten-Projektgruppe der Region Burgwald-Ederbergland tagte zum 40. Mal

Das gemeinsame Erbe verbindet

Werben für Fernwanderweg: Bei ihrem 40. Treffen in Wiesenfeld berieten die Mitglieder der Projektgruppe Hugenotten in der Region Burgwald-Ederbergland auch die Vermarktung des Erlebnisraumes Burgwald. Foto: Völker

Burgwald. Das hugenottische Erbe und zahlreiche familiäre Verflechtungen verbinden seit jeher die fünf Hugenotten- und Waldenserdörfer Todenhausen, Schwabendorf, Hertingshausen, Wiesenfeld und Louisendorf. Seit 1998 arbeiten sie zudem in der Region Burgwald-Ederbergland in einer „Projektgruppe Hugenotten“ zusammen, die gemeinsame Veranstaltungen, Fahrten, Theaterspiele und touristische Angebote plant. „Die Projektgruppe hat Bausteine in der Region geschaffen und zuletzt einen Fernwanderweg initiiert“, bilanzierte jetzt Regionalmanager Stefan Schulte anlässlich des 40. Treffens der Gruppe in Wiesenfeld.

Projekt mit Leben erfüllen

„Nur wenn sich die Menschen selbst aktiv einbringen, kann ein solches Projekt mit Leben erfüllt werden“, erklärte Schulte. Mittlerweile seien aus den fünf Hugenotten-Dörfern neue Mitglieder und Ortsvorsteher hinzu gestoßen, die ihre Ideen einbrächten. Er dankte insbesondere Dr. Renate Buchenauer (Marburg), die über lange Strecken das Projekt „mit sehr viel Herzblut“ mit getragen habe und jetzt als Projektkoordinatorin des internationalen Projektes Hugenotten- und Waldenserpfad weiter führe.

Das Konzept eines „Erlebnisraums Burgwald“, der entlang des internationalen Hugenottenpfades geschaffen werden soll und in den vergangenen Monaten mit den Akteuren aus den Hugenottenorten erarbeitet worden ist, stand im Mittelpunkt des 40. Arbeitstreffens der Projektgruppe. Stefan Schulte legte dazu eine umfangreiche Beschreibung von Wegenetz, Ergänzungen zur Infrastruktur, neue Erlebnisangebote und Vorschläge für das Marketing vor.

Im Bereich von Marburg bis Frankenberg verläuft der Hugenotten-Fernwanderweg auf dem 51 Kilometer langen Burgwaldpfad, dann auf dem Fernwanderweg X1 in Richtung Louisendorf. Bis Frankenberg ist er mit allen Haltepunkten der Burgwaldbahn verknüpft. Wegschleifen, mit deren Auszeichnung derzeit begonnen wird, verbinden die fünf „Erlebnisorte“, die sich durch ihre hugenottischen Besonderheiten als attraktive Wanderziele darstellen wollen. Dazu zählen Infotafeln, Bauwerke aus der Koloniezeit, aber auch Lavendelfelder oder traditionelle Bäume.

Themenbezogene Angebote

„Um die Hugenottengeschichte nachvollziehbar zu machen und für Gäste interessante Erlebnisse zu schaffen, werden neue themenbezogene Angebote entwickelt“, kündigte Regionalmanager Schulte an. Dazu zählten Pauschalangebote mit Picknick, thematische Wanderungen mit Führungen in den Orten, offene Kirchen und Orte der Stille, Tonbildschauen, französisch-hugenottische Küche, Lesungen, Vorträge und Theaterstücke.

Auch an einen Hugenottenmarkt in Todenhausen und ein Lavendelfest in Hertingshausen sei gedacht. (zve)

Quelle: HNA

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