Allendorf/Eder und Bromskirchen

Gemeinsamer Grenzgang lockt hunderte Teilnehmer an

+
Enthüllung des neu gesetzten Gedenksteins: (von links) Wanderführer Erwin Strieder, Bürgermeister Claus Junghenn, Bundestagsabgeordneter Dr. Edgar Franke, Bürgermeister Karl-Friedrich Frese, Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg und der Ehrenvorsitzende des Wandervereins Walter Sellmann, der die Allendorfer Grenzgänge von 1981 bis 2011 anführte. 

Allendorf/Bromskirchen. Der erste gemeinsame Grenzgang der Gemeinden Allendorf/Eder und Bromskirchen war ein großer Erfolg. 

An den vier Etappen über insgesamt 51 Kilometer beteiligten sich 600 Grenzgänger.

Wimpelträger: An allen vier Tagen marschierten Kinder an der Spitze der Grenzgänger.

Höhepunkt der ersten Etappe von Haine nach Somplar war die Enthüllung eines Gedenksteins an der Alten Kölnischen Straße am östlichsten Punkt der gemeinsamen Grenze. Den Stein schuf der Battenberger Adam Kahler nach einem Entwurf von Wanderführer Erwin Strieder.

Bis auf Höhen von 690 Meter führte die zweite Etappe im Zuge der heutigen Landesgrenze von Hessen und Nordrhein-Westfalen. Start war in Bromskirchen. Eine Frühstücksrast gab es nahe des höchsten Punktes im Trambachsrücken. Geselliger Abschluss war im Weiler Seibelsbach, das unmittelbar beim Berleburger Stadtteil Diedenshausen liegt und vom hessischen Seibelsbach durch den Grenzbach Elsoff getrennt ist.

Wachsoldaten aus „Tatinowi“ (Dodenau) versperrten den Grenzgängern bei Elbrighäusern den Weg, in Hintergrund die Allendorfer Jagdhornbläser, die die Schar der Grenzgänger an allen Tagen mit ihren Signalen empfingen und verabschiedeten.

Durch den gesamten Elbrighäuser Grund von der Quelle bis zur Mündung und weiter nach Battenfeld führte die dritte Etappe, die im Weiler Dachsloch begann. Sie war mit 15 Kilometern die längste Etappe. Beim früheren Forsthaus Elbrighausen stellten Menschen aus „Tatinowi“ (Dodenau) die 200-köpfige Schar zur Rede. Bürgermeister Claus Junghenn gelang es, dem Anführer der Wachsoldaten (Dodenaus neuer Ortsvorsteher Carl Weegels) die ausschließlich friedlichen und freundschaftlichen Absichten der Grenzgänger zu vermitteln, so dass einem Begrüßungsumtrunk mit Hochprozentigem nichts im Wege stand und alle passieren durften.

Am vierten Tag ging es entlang der Gemarkungsgrenzen von Battenberg, Berghofen, Ernsthausen und Birkenbringhausen von Battenfeld nach Haine. Delegationen der Nachbardörfer begleiteten die Grenzgänger aus der Verwaltungsgemeinschaft von Anfang an, stießen später hinzu oder begrüßten sie im Gelände. 

Von Mittwoch bis Samstag wurden jeweils zwischen 100 und 200 Teilnehmer gezählt. Unter ihnen waren auch zahlreiche Mandatsträger der kommunalen Gremien beider Gemeinden sowie der Nachbarkommunen mit Bürgermeistern, Ortsvorstehern und Parlamentschefs. (bf) 

Quelle: HNA

Kommentare